Rapsölpreis
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Autor Thema: Pflanzenöl Österreich  (Gelesen 6372 mal)
steffen
Administrator
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Beiträge: 837


« am: September 14, 2009, 22:32 Uhr »

Hallo,

irgendwie kommt es einen bekannt vor...

"Fährschiffe fahren mit Pflanzenöl
Einen Beitrag zum Umweltschutz leistet jetzt auch die Schifffahrtslinie Sommer in Mörbisch: Alle Firmenfährschiffe auf dem Neusiedler See fahren nicht mehr mit Diesel, sondern mit reinem, gentechnikfreiem Pflanzenöl."

http://burgenland.orf.at/stories/388739/

War das nicht in Deutschland auch so?
Begeisterung, Nahrungsverschwendung als Argument,... und irgendwann kam die Steuer.
Hauptsache Österreich wiederholt nicht den Fehler.


Gruß steffen
waldi
Pöler
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Beiträge: 738


« Antworten #1 am: September 15, 2009, 09:50 Uhr »

Servus allerseits,

man mag ja das Thema leidenschaftlich diskutieren, aber ich frage mich, inwieweit Raps für Austria wirklich Sinn macht. Zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht. Die müssen das Zeug doch auch importieren. Ich habe bei denen noch nie ein Rapsfeld gesehen.
Klar, es ist wesentlich besser, von mehreren Anbietern, also nicht von einer einzigen OPEC Öl zu beziehen. Und aus umwelttechnischer Sicht ist es eh besser.
Aber wie ist es wirklich? Haben die Österreicher, oder auch Schweizer eigene Ölernten?
Es scheint schon beschämend zu sein. Mit Sicherheit haben die Alpenländer nicht so viel Rapsanbaufläche, wie wir. Aber in solchen Umweltprojekten sind sie uns weit voraus.

Viele Grüße

Waldi
Diesel Daniel
Pöler
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Beiträge: 1228

Klimazone 7a


« Antworten #2 am: September 15, 2009, 21:59 Uhr »

Hallo Waldi

Servus allerseits,

Aber wie ist es wirklich? Haben die Österreicher, oder auch Schweizer eigene Ölernten?
Viele Grüße
Waldi


Gewiss waldi, gewiss
sogar eine eigene Internetseite  Very Happy
http://www.raps.ch/

Noch was amtliches:
Mit neuem Schweizer Raps weniger Transfettsäuren in der Ernährung

Doch auch bei uns wird gepanscht.
Ist aber wenigstens im Kleingedruckten nachzulesen. Lupe gefällig?
http://www.ktipp.ch/theme...steht_ist_auch_Fisch_drin

_____________________________________________________________

Noch was anderes
Ab welchem Treibstoffpreis machte es Sinn:
http://www.iwr.de/news.php?id=12194

Weshalb dann so was in Planung ist?
http://green-bio-fuel.eu/...s-und-jatroha-nuessen.pdf


Mit Sicherheit haben die Alpenländer nicht so viel Rapsanbaufläche, wie wir. Aber in solchen Umweltprojekten sind sie uns weit voraus.


Die Frage ist nun: Wo sind wir in dem Bereich voraus?

Grüsse Daniel
waldi
Pöler
*
Beiträge: 738


« Antworten #3 am: September 16, 2009, 09:51 Uhr »

Moin Daniel,

Das ist ja der Hammer. 800 m² wurden extra angepflanzt.
In Worten: Achthundert Quadratmeter.
Na ja, hier ging es wohl eher um die Geste.

Aber dieses Zitat aus dem letzten Link ist der Brüller schlechthin:
Zitat Anfang
Das Öl der tropischen Jatropha-curcas-Nuss hingegen wäre als Biotreibstoff sehr attraktiv, da es mit 60 Oktan kloffester als
Raps ist (30-40 Oktan).
Quelle: Schweizer Bauer 05.01.2008
Zitat Ende.

Da ging es doch um (Bio)Diesel. Hab ich in der Schule nicht aufgepasst?
Ich dachte eine hohe Oktanzahl ist für 'nen Dieselmotor eher kontraproduktiv.

Also manche Schreiberlinge täten besser dran, sich vorher gründlich zu informieren, bevor sie so einen Schwachsinn unters Volk streuen.

Danke für die Desilusionierung. Ich dachte eigentlich, daß es in Alpennähe "besser" ist.
Schade, wieder nix.

Viele Grüße

Waldi
Ricardo
Global Moderator
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Beiträge: 1671

Achtung veraltete Technik, bitte nicht übernehmen!


« Antworten #4 am: September 16, 2009, 21:16 Uhr »

Hi Waldi
Hier was zu Österreich!
http://biosprit.schroll.o...&id=115&Itemid=48

Grüße
Bernd
PS: Bring Deinen Benz mit zum Mittentreffen, wir wollen mal sehen ob wir einen Diagnosestecker für Deinen Renner finden! Wink ( nicht das Du ohne Benz kommst!)
waldi
Pöler
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Beiträge: 738


« Antworten #5 am: September 17, 2009, 08:41 Uhr »

Guten Morgen Bernd,

sehr interessant. Zumindest ist deutlich zu erkennen, dass die Österreicher was tun. Immerhin.
Klar bringe ich den Benz mit. Ich heiße ja nicht Uwe, der mit 'nem Benziner auf'm Pölertreffen aufschlägt Wink.
Obwohl dieser Benziner was hatte. Bin mal gespannt, womit er diesmal erscheint.
Zum Thema Diagnose bin ich mittlerweile ein gutes Stück weitergekommen. Ibäh machts möglich, und Krischan hat mich mit der nötigen Software versorgt.
Aber wir können uns das gerne zusammen mal anschauen, denn so ganz "in sich schlüssig" scheint mit das irgendwie nicht zu sein.
Eine zweite Meinung, und vor allem von Dir, wäre mir sehr willkommen.

Viele Grüße

Waldi
Diesel Daniel
Pöler
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Beiträge: 1228

Klimazone 7a


« Antworten #6 am: Februar 29, 2012, 10:35 Uhr »

Hallo

Bei der geplanten Anlage, welche  2009 erwähnt wurde,
http://www.swissinfo.ch/g...Zankapfel.html?cid=622702
ist der Spatenstich erfolgt.
http://www.aargauerzeitun...-in-bad-zurzach-119619754

Stellungnahme von Swissaid dazu
http://www.swissaid.ch/de/node/812

Infos und Links zur der Studie von 2009, welche in den obigen Links erwähnt wird.
http://www.alliancesud.ch...bstoffe/jatropha-mosambik


Grüsse Daniel
waldi
Pöler
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Beiträge: 738


« Antworten #7 am: Februar 29, 2012, 11:48 Uhr »

Hi Daniel,

wenn ich mir diese Berichte so ansehe, bekomme ich whrlich ein ungutes Gefühl in der Magengegend.
Wahrscheinlich haben wir es hier in mehrfacher Hinsicht mit der berühmten Milchmädchenrechnung zu tun.
Zum einen, dass die Schweiz den selben Fehler, wie Deutschland machen will, und auf Teufel-komm-raus Biodiesel dem normalen Diesel zumischen will.
Das hat in D dazu geführt, dass es reines Biodiesel so gut wie gar nicht mehr zu kaufen gibt.
Ob 's was für die Umwelt gebracht hat, weiß ich nicht.
Das Ergebnis war aber auf jeden Fall eine Verteuerung des Kraftstoffes Diesel unter der Argumentation, dass die Beimischung mehr Geld kostet.
Ebenso funktioniert die Bad Zurzacher Fabrik nur, wenn die Zölle in Höhe von wieviel? Mio. SFr erlassen werden.
Diesen Verlust kann sich auch die Schweiz auf Dauer nicht erlauben, bzw, der schweizer Staat wird es nicht wollen.
Also wird der Kraftstoff nochmal was teurer.
Und der nächste Hammer ist die Jatrophanussgeschichte selber.
Hat da wer seine Hausaufgaben nicht gemacht?
Die Leute, die die Jatrophanuss so lauthals propagiert haben?
Man hat natürlich schlichtweg übersehen, dass, wenn irgendwo ein Geschäft zu machen ist, der Lizenzhandel blüht. Südliche Staatsmechanismen wie Italien, Griechenland Spanien und insbesondere die in Afrika sind korrupt und werden es auch bis auf weiteres bleiben.
Diese Tatsache hat man schlichtweg übersehen.
Jatropha würde funktionieren, wenn man sie dort als vegetativen Wegbereiter anbauen würde, wo sonst nichts wächst. Und in ein paar Jahren intensiver und unlukrativer Arbeit wäre aus dem Boden brauchbares Ackerland geworden. Sowas würde über Generationen hinaus wehr wohl funktionieren. Aber nicht kurzfristig. Obendrein kostst es Geld, was bei den armen Bauern nicht vorhanden ist.
Würden nur diejenigen Bauern Jatropha anbauen, die langfristig eine Perspektive hätten, ihr Ackerland dadurch zu erweitern, würde es gehen.
Will man aber aus Jatropha selbst Gewinn generieren, kann man nur vorhandenes Ackerland nutzen. Und dieses Risiko fährt die Bauern an die Wand.

Es sind einfach zu viele Konjunktive in der Rechnung. Jeder Mensch denkt kurzfristig. Und je größer die Not, desto kurzfristiger wird die Perspektive.
Das ist einfach so.

Viele Grüße

Waldi
Nebelwerfer_TDI
Pöler
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Beiträge: 473


« Antworten #8 am: Mai 20, 2012, 10:00 Uhr »

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Zitat
"Fährschiffe fahren mit Pflanzenöl
Einen Beitrag zum Umweltschutz leistet jetzt auch die Schifffahrtslinie Sommer in Mörbisch: Alle Firmenfährschiffe auf dem Neusiedler See fahren nicht mehr mit Diesel, sondern mit reinem, gentechnikfreiem Pflanzenöl."

http://burgenland.orf.at/stories/388739/


Zitat
Mit dem Umbau der Fährschiff-Motoren betraut war die Firma ME Motortechnik.


Inzwischen kann man deren domain www.thermoserver.com bzw. www.memotortechnik.com wieder kaufen......
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