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Pflanzenöl statt Diesel

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Autor Thema: Artikel - Lobby gibt Pflanzenöl-Branche den Todesstoß  (Gelesen 1537 mal)
steffen
Administrator
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Beiträge: 734


« am: April 28, 2009, 10:54 Uhr »

Lobby gibt Pflanzenöl-Branche den Todesstoß
Fatale Wirkung der steigenden Steuer des Bundes auf Öko-Treibstoff

NÜRNBERG - Einst Vorzeige-Branche alternativer Energiegewinnung, jetzt Karteileiche einer gescheiterten Umweltpolitik: heimisches reines Pflanzenöl als Treibstoff für Fahrzeugmotoren. Das hoffnungsvolle Öko-Projekt hat der Bund durch eine ruinöse Steuerpolitik vom Leben zum Tode befördert. Das Trauerspiel im Detail.

Dabei ging es so aussichtsreich los. Bauern entdeckten Rapsanbau als lukrative Sparte. Überall schossen Ölmühlen aus dem Boden, in der Hochzeit 600 bundesweit und 246 allein in Bayern. Zahlreiche Kfz-Betriebe verlegten sich auf das Geschäft mit der Motorumrüstung für reines Pflanzenöl. Speditionen und auch viele Privat-Pkw-Eigner ließen ihre Diesel umbauen - auch ohne einen Cent staatliche Prämie.

Investition lohnte sich

Die Investition schien sich zumindest mittelfristig zu lohnen. Bis zu 45 Cent betrug zeitweise die Liter-Preisdifferenz zwischen fossilem Diesel und Rapsöl. An wahre «Goldgräberstimmung« erinnert sich Klaus Thuneke vom Technologie- und Förderzentrum in Straubing. Zur Hochzeit im Jahr 2006 hatte Pflanzenöl (zusammen mit Biodiesel aus der Raffinerie) immerhin 6,7 Prozent Marktanteil erkämpft.....

Quelle und mehr: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1001229&kat=27

SamHotte
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Beiträge: 4559

Vollgaspöler - Klimaschutz durch "global dimming"


« Antworten #1 am: April 28, 2009, 11:20 Uhr »

Moin.

Zitat
Trotz der neuerlichen Rückschläge bleibt er optimistisch: «Das muss man durchstehen, die Pflanzenölwirtschaft ist nicht aufzuhalten.«
Man möge mir den Vergleich verzeihen, aber irgendwie liest sich das wie eine Meldung aus dem Führerhauptquartier...! Uups . . .

Besorgte Grüße
Sam
Ricardo
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Beiträge: 1458

Achtung veraltete Technik, bitte nicht übernehmen!


« Antworten #2 am: April 28, 2009, 11:41 Uhr »

Moin

Schauen wir uns doch mal die ganzen Verbände und Vereine an die es rund um das Thema "Pflanzenöl als Kraftstoff" gibt !
Wenn man sich das anschaut dann stellt man ganz schnell fest dasc Alle Ihr eigenes Süppchen kochen.
Solange man nicht alle unter einen Hut bekommt wird sich an der Situation nicht viel ändern.
Ein vernünftiger Dachverband, dem sich Alle anschließen, könnte da schon mehr ausrichten !

Pölige Grüße
Bernd
PölTier
Pöler
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Beiträge: 885

Der PD ist weg. Nun ist`s ein Benz


« Antworten #3 am: April 28, 2009, 12:47 Uhr »

Hallo zusammen

Zum Thema eigenes Süppchen.
Ein wenig Schuld ist die sogenannte Pflanzenölbranche schon selbst.
Ich meine nicht unbedingt die kleinen Umrüster und Teilehändler. Obwohl es da auch mächtig schwarze Schafe gab.
Ich meine die "großen" Tankketten.

Zuerst wurde der Bestand künstlich niedrig gehalten um Preise schon jeweils vor der nächsten Steuerstufe anpassen zu können,
und dem Kunden, sprich uns, die Sache irgendwie schmackhaft zu machen.
Wenn ich bedenke mit welcher Preispolitik da teilweise herangegangen wurde.
Der Erzeugerpreis lag Ende letzten Jahres stetig bei rund 60ct/Liter trotzdem wurden mir Preise offeriert mit Summen von 1,20€ zzgl. MwSt.
Der Dieselpreis lag damals schon bei rund 1,15€
Welch ein Witz.
Wieso können gerade die kleinen Ölmühlen/Tankstellen(mit regionalen Presswerken/Ölmühlen) jetzt wirklich "erschwingliche" Preise anbieten?
Wenn ich lese das momentan der Liter für 83,5ct/liter angeboten wird dort bereits 18ct Energiesteuer drauf sind und die Tanke trotzdem noch davon leben kann, scheint mein Vorwurf der Raffgierigkeit wohl nicht aus der Luft gegriffen zu sein.
Es handelt sich immer noch um die gleich Ernte wie im Nov/Dez `08

Und da muss ich fast sagen. Wer mich versucht abzuzocken der hat es auch nicht besser verdient als Pleite zu gehen.
Punkt.

Auch Ende letzten Jahres ließ sich für vernünftige Preise einkaufen.
Und gerade dieser Weitblick in die Zukunft der Pflanzenölerzeuger wäre für alle wünschenswert.

Gruß
PölTier
steffen
Administrator
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Beiträge: 734


« Antworten #4 am: April 28, 2009, 14:30 Uhr »


Wenn ich lese das momentan der Liter für 83,5ct/liter angeboten wird dort bereits 18ct Energiesteuer drauf sind und die Tanke trotzdem noch davon leben kann, scheint mein Vorwurf der Raffgierigkeit wohl nicht aus der Luft gegriffen zu sein.


Hallo,

kennen wir den Hintergrund der Tankstellen, wie deren Lage ist?
Manch einer der nichts verdient wird verkaufen damit der Tank leer ist und der Platz geräumt werden kann.
Wenn nur noch wenig Kunden komme muss auch eine Ölmühle billiger verkaufen damit überhaupt verkauft wird.

Grus steffen
PölTier
Pöler
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Beiträge: 885

Der PD ist weg. Nun ist`s ein Benz


« Antworten #5 am: April 28, 2009, 23:59 Uhr »

Hallo Steffen

Prinzipiell geb ich Dir da Recht.
Andererseits sollte man überlegen woher die hohen Preise kommen/kamen.

Da fällt mir sofort Zwangsbeimischung ein.
Aber das allein wird wohl keine Preissteigerung um 100% ausmachen.
Grund für meine Annahme ist der zeitgleich nahezu auf Null gesunkene Anteil verkauften Biodiesels.

Keiner kaufte den Kram mehr. Also wurde es beigemischt. Zumal Biodiesel ja nicht zwangsläufig aus Rapsöl gemacht wird/wurde.
Ich denke das hielt sich schön die Waage. So das die EU Bioquote noch erfüllt wurde.
Zusätzlich wurde per Steuer aufs Pöl, der kleine Pöler gleich noch mit abgezockt.
Saubere Arbeit!

Aber auch die Goldgräberstimmung unter den Pölverkäufern musste mal abebben.
Woher kommen 100% Preisteigerungen innerhalb eines Jahres? Doch nicht von gestiegenen Erzeugerpreisen und damals noch 9ct Steuer?
Da wurde der Preis einfach künstlich hochgehalten durch künstliche Verknappung.
Letztes Jahr in Meisenheim hieß es noch die Bauern haben ihre noch nicht ausgereifte Ernte schon komplett verkauft.
Ja wohin denn?
Wer hat es denn so dringend benötigt?

Gut. Ich denke da können wir diskutieren bis wir schwarz werden, wir ändern an der Tatsache nichts, dass wir am Ende der Versorgungskette stehen als jeweils kleinster Kunde.
(auf Gut deutsch: Den letzten beißen die Hunde)

Gruß
PölTier

steffen
Administrator
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Beiträge: 734


« Antworten #6 am: April 29, 2009, 08:13 Uhr »


Da wurde der Preis einfach künstlich hochgehalten durch künstliche Verknappung.
Letztes Jahr in Meisenheim hieß es noch die Bauern haben ihre noch nicht ausgereifte Ernte schon komplett verkauft.
Ja wohin denn?
Wer hat es denn so dringend benötigt?

Gut. Ich denke da können wir diskutieren bis wir schwarz werden, wir ändern an der Tatsache nichts, dass wir am Ende der Versorgungskette stehen als jeweils kleinster Kunde.
(auf Gut deutsch: Den letzten beißen die Hunde)


Hallo,

es gab und gibt Kontrakte. A kauft groß ein, B bestellt und verkauft per Kontrakt an C, D und E.
C, D und E beliefern z.B. Speditionen, Tankstellen und uns Kleinverbraucher. Jeder erhöht die Preise ein wenig.
Wenn bei E dann die Speditionen wegfalle und er pleite geht muss B billiger verkaufen in der Hoffnung das C und D mehr umsetzen.
Gehen die auch pleite oder können die nichts verkaufen schlägt sich das bis A durch.
Dann verkauft A drekt an Endkunden.
So fallen Preise, so platzen Blasen im Handel.

Für uns heisst das, wenn wir weiterhin billiges PÖL haben wollen, begehrte Endkunden zu sein.
Wenn A weiß das er Dich z.B. beliefern kann, seine Rechnung direkt bezahlt wird, liefert er Dir lieber billigeres PÖL.
Er vertröstet einen Neukunden dem er mehr abnimmt lieber.

Gruss steffen


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