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Autor Thema: Wie filtern, kalt, warm, heiss?  (Gelesen 2631 mal)
Rico
Pöler
*
Beiträge: 300


« am: Dezember 31, 2013, 13:30 Uhr »

Sali zämä

Aus aktuellem Anlass möchte ich folgende Diskussion starten:
Vor und Nachteile einer höheren Filtertemperatur.
Zentrifugieren und andere Techniken lasse ich aus Mangel an den Geräten mal aussen vor.

Damit wir die gleiche Ausgangslage haben, definiere ich zuerst die Temperaturen und den Druck vor dem ersten Filter:
Kalt                        --> unter 10 Grad
Zimmertemperatur  --> max 20 Grad
Warm                    --> max 40 Grad
Sehr warm              --> max 60 Grad
Heiss                      --> höher als 60 Grad

Druck vor dem ersten Filter:
Drucklos    --> Nur Eigengewicht
Tief            --> max 0.5 Bar (5m Meter Fallhöhe)
Mittel          --> max 2 Bar
Hoch          --> max 1 Bar
Sehr hoch  --> höher als 10 Bar

Meine Resultate bei einem Druck von 0.8 Bar durch gebrauchte Dieselfilter
(für die Heizung ausreichend):

Kalt filtern:
Durchsatz 1 Lt/h, sehr hohe Qualität, drucklos praktisch nicht möglich.

Filtern bei Zimmertemperatur:
Durchsatz bis 100 Liter/h, gute Qualität

Warm filtern:

Durchsatz bis 400 Liter/h, Qualität fragwürdig denn ich sehe Partikel mitschwimmen. Testweise 200 Liter für die Heizung verwendet, keine Probleme. Wobei es möglich ist das sich die Partikel am Tankboden abgelagert haben, das sehe ich wenn ich den im Sommer mal gründlich reinige.

Höhere Temperaturen habe ich nicht getestet.

Meine Resultate bei einem Druck von 0.8 Bar durch ein vier-Stufiges Filter 80um Edelstahl,dahinter 3 Wickelfilter von 10,5 und 1um.

Kalt filtern:
Drucklos nicht möglich.

Filtern bei Zimmertemperatur:

Durchsatz bis 50 Liter/h, sehr gute Qualität

Warm filtern:
Durchsatz bis 200 Liter/h, Qualität optisch ok. Nach langem Stehen leichter Bodensatz sichtbar.

Höhere Temperaturen habe ich nicht getestet.


Kurze Zusammenfassung:

Für die Heizung: Bei Zimmertemperatur durch gebrauchte Dieselfilter ist ausreichend, das werde ich weiterhin so machen.
Zum fahren: Max Zimmertemperatur durch ein vier Stufiges Filter.

Offene Fragen:
Was ist mit dem Bodensatz der bei Warm filtern nach langem stehen sichtbar wird? Die Partikel müssten ja kleiner als 1um sein (letztes Wickelfilter) und dürften somit für eine ESP nicht tragisch sein. Habt ihr das auch festgestellt? Bei Zimmertemperatur habe ich das nie festgestellt, nur im Sommer wenn sich das Pöl im Tank auf geschätzte 30 Grad erwärmt hat.

Liebe Grüsse
Rico


Ölkonrad
Pöler
*
Beiträge: 1799


« Antworten #1 am: Dezember 31, 2013, 14:01 Uhr »

Hallo Rico,

wieseo gehst du davon aus, daß, wenn du 1µ filterst auch 1µ raus kommt?

Warm mit 1µ entspricht ca. 50µ. Shocked

Jetzt du!

Gruss
Konrad
Rico
Pöler
*
Beiträge: 300


« Antworten #2 am: Dezember 31, 2013, 14:21 Uhr »

Ziel erreicht, die Diskussion ist eröffnet:

Warm mit 1µ entspricht ca. 50µ. Shocked

Jetzt du!

Bei Filtersäcken verstehe ich das, die werden durch Druck und Wärme (ich denke unter 40Grad sollte denen egal sein) geweitet. Gilt das auch für Wickelfilter? Ich habe die Erfahrung gemacht dass sie besser filtern, je länger das sie drinn sind da sie durch die Rückstände langsam dicht werden. Ok, der höhere Durchsatz spricht für deine These. Ich war bis jetzt der Meinung der höhere Durchsatz komme daher, dass sich mehr Fettanteile verflüssigt haben.

Frage:
Wie warm darf man filtern , damit bei 1um deren 5um rauskommen?
(Sorry, bin zu faul um den Code für das Mü zu suchen)

Liebe Grüsse
Rico
waldi
Pöler
*
Beiträge: 738


« Antworten #3 am: Dezember 31, 2013, 14:56 Uhr »

Servus Rico,

Wie warm darf man filtern , damit bei 1um deren 5um rauskommen?
Diese Frage wird sich nicht so einfach beantworten lassen.
Das ist sehr vom Filtermaterial abhängig, und da müsste man den, oder die Hersteller dessen kennen. Gut, liegt wohl daran, dass ich Frischpöler bin, aber ich kenne nur Filterkerzenhersteller, bzw, Vertreiber z.B. Wolf.
Gibt es denn für Kerzen Temperaturspezifikationen?
Ich denke, dass auch die Durchlässigkeit abhängig vom zu filternden Medium sind. Die dürfte sich dann z.B für Wasser und Pöl stark unterscheiden.

Und noch was. Die erhöhte Durchlässigkeit der Filter ist sehr wohl der niedrigeren Viskosität bei hohen Temperaturen geschuldet. Der Faktor Fettanteile kommt noch hinzu, und natürlich die größer werdende Maschenweite. Aber welcher Faktor welchen Einfluss auf den Durchsatz hat, lässt sich schwer sagen.
Da müsste man wirklich mal genau messen.

Viele Grüße

Waldi
Ölkonrad
Pöler
*
Beiträge: 1799


« Antworten #4 am: Dezember 31, 2013, 15:56 Uhr »

Hallo Rico,

bei den Filterkerzen ist es wie bei den Beuteln.
Das mag mit der verminderten Viskosität bei warmen Matererial zusammenhängen
Oder vielleicht spielen da noch ganz andere Dinge mit herein?
Was weiß das schon. Altpöl ist nie gleich und eine Wissenschaft für sich.

Früher hatte ich mal eine Charge kalt durch die Kerze gefiltert. Nach 70Ltr. Shocked
war die dicht. Egal, das Zeugs geht ins Auto, die 1µ Kerze hat ja alles rausgeholt.
Nach 200km war der neue Balduin im Auto dicht. Was sagt uns das?

Mit dichtem Filter kann man nicht fahren! Schubidu . . . Aber meine Injektoren halten heute noch. Schubidu . . .

Gruss
Konrad

P.S.: kennst du €,@,²,³,{,[,],},\,~? Dann mach es mal mit dem M=µ Schubidu . . .



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