Rapsölpreis
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Autor Thema: Palmöl zu verkaufen  (Gelesen 2539 mal)
holzmodem
Pöler
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Beiträge: 1


« am: Juli 08, 2015, 17:25 Uhr »

sers,

bin neu hier im forum und kenne mich auch mit der palmöl geschichte nicht wirklich gut aus - seid bitte nachsichtig mit mir.

folgender sachverhalt:
die familie eines bekannten in malaysia besitzt eine relativ kleine palmölplantage.
momentan verkaufen sie das palmöl an lokale unternehmen, die wiederum das öl teurer ins ausland verkaufen.

diesen zwischenschritt würden sie gerne umgehen und stattdessen das öl direkt in deutschland vertreiben.

zwar weiss ich, dass eine nachfrage besteht, allerdings weiss ich nicht, an wen man sich in dieser angelegenheit weden kann, da sich scheinbar nur die großkonzerne mit dem handel von palmöl auszukennen scheinen.
für tips und weitere anregungen bin ich sehr dankbar.
mfg
holzmodem
Ölkonrad
Pöler
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Beiträge: 1799


« Antworten #1 am: Juli 08, 2015, 17:54 Uhr »

Hallo,

falls du das Palmöl zum Verfahren gedacht hast, wird das schon schwierig,
da es

1) m.M.nach unter 27° fest wird
2) mit 47cent/Ltr. Energiesteuer zu versteuern ist.
3) damit unrentabel und nur für stationäre Anlagen zu verbrennen ist
4) zu weit weg ist

Gruß
Konrad
Johannes Pröfrock
Pöler
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Beiträge: 661


« Antworten #2 am: Juli 08, 2015, 18:07 Uhr »

moin moin

boa nieeeee wieder tanke ich palmöl. nie!
die ** hat mir in kürzester zeit eine einspritzpumpe, einen satz düsen und den motor dahinngerafft. kann mann zwar alles noch überholen, ** ist das trotzdem.
ich hab davon keine tankfüllung (150 liter) verfahren und hab jetz immer noch lauter krümel im tank von dem dreck. das war vor ca. 2 jahren!
das war übrigens frisches und hatte so viel wasser intus das ich meinen tank drainen mußte.

wenn der, der es los werderden will mir min. 1000 euro pro tankfüllung GIBT, das etwa kostet nen passabler motor mit einbau, können wir reden.

ansonsten sprech mal nen paar chemie oder pharmer konzerne an. das problem wird nur sein das die mehr wollen als du liefern kannst.

gruß johannes, bevor mir das wieder in den tank kommt fahre ich tier oder mensch
waldi
Pöler
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Beiträge: 738


« Antworten #3 am: Juli 08, 2015, 19:19 Uhr »

Servus,

Das Zeugs offiziell als Kraftstoff zu verkaufen wird schwierig.
1. wie Konrad schon erwähnte, wegen der hohen Steuer, die darauf fällig würde, und
2. wegen des Stockpunktes.
Palmöl wird meines Wissens nach in temperierten Gebinden transportiert. Wenn das einmal fest wird, hat man ein massives Problem. Sowohl als Endverbraucher, der sein Auto dann nur in die Kabine des begreundeten Lackierers schieben kann, als auch als Spediteur, der im Zweifelsfall seinen Tankwagen mit der Schaufel entleeren kann.
Ob Palmöl von sich aus viel wasser bindet, kann ich nicht sagen. Ich denke es mal nicht. Dieser Effekt dürfte dem niedrigen Stockpunkt zu verdanken sein. 
Eigentlich ist Palmöl nur in Stationären Anlagen "verfahrbar".
Betreiber von Blockheizkraftwerken wären ein möglicher Interessentenkreis.
Um welche Mengen handelt es sich denn? Wie schon erwähnt muss das Öl temperiert transportiert werden, was bestimmt nicht wenig kostet. Ob da wirklich ein Geschäft für beide Seiten zu machen ist, würde ich fast bezweifeln.

Viele Grüße

Waldi, den es echt interessieren würde, ob das im entsprechenden SiS nicht doch zu machen wäre.
Johannes Pröfrock
Pöler
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Beiträge: 661


« Antworten #4 am: Juli 08, 2015, 22:28 Uhr »

moin waldi

mit beheizten tank und sis kannst du das erstmal recht problemlos im auto fahren. da hast du die gleichen probleme wie bei jedem anderem festen auch. du mußt es halt flüssig kriegen und dafür brauchst du energie, bei palmöl richtig viel.
meine tankheizung tut ganz gut. nach 100 km sind die 150 liter (zur zeit) rapsöl, auch im winter, ganz gut temperiert.
palmöl scheint ne sehr hohe schmelzentalpie zu haben. ich hatte nämlich selbst nach 150km keinen merklichen temperaturanstieg im tank. das ich damit trotzdem fahren konnte lag/ liegt an meiner verteilung der heitzstäbe im tank.

das problem bei palmöl sind die freien fettsäuren und davon hat's wohl ne ganze menge. zusammen mit eisen, wärme und wasser rasten die richtig aus.
eisen und temperatur hast du in jedem einspritzsystem.
ich hab auch keine ahnung wie mann palmöl sinnfoll trocknen kann. das was ich aus dem tank abgelassen hatte, war jedenfalls nicht wenig, wurde einfach nicht weniger und kein diesel vom spühlen. der tank war innen sogar mit kondenswasser belegt.

ich würd das zeug nur mit ner ersatzpumpe, ersatzdüsen und ersatzmotor in der hinterhand verfahren und dem verkäufer ne satte rechnung stellen. bei mir hats die pumpe und die düsen während des betriebs verklept/ zerlegt. ich hab die pumpe nicht in der brühe stehen lassen.
was meinst du warum ich in meisenheim mal "eben" die pumpe gewechselt hatte;).

ich hab auch von nem palmöl-bhkw in nem schwimbad nur gehört das es ständig im arsch ist/ war. das war leider nach meiner erfahrung mit dem zeug.

in heizungsbrennern sollte mann das zeug ganz gut verfeuern können. da sind nicht so viele hochpräzise teile drann wie bei ner einspritzpumpe. dazu müßte konrad mehr sagen können. ihm hatte ich, mit einer deutlichen warnung das zeug nichts ins auto zu kippen, den rest aus meinem tank geschenkt.

gruß johannes
Ölkonrad
Pöler
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Beiträge: 1799


« Antworten #5 am: Juli 08, 2015, 22:55 Uhr »

Hallo Johannes,

es gibt sehrwohl Leute, die im BHKW Palmöl verfeuert haben
und das über mehrere Jahre problemlos.
Was du verfahren hast, weiß ich nicht, aber mir sind einige
BHKW Betreiber bekannt, wo es problemlos funktionierte.
Wasser war da kein Problem.
Scheint was mit deinem Umbau gewesen zu sein oder der Palmölmafia
aufgesessen?
Da es wesentlich leichter als Halbfestes ist, hat das jeder Fettfahrer
zwangsläufig in seinem Fett, da Palmöl dem Halbfestem beigemischt wird.
Kann man deutlich im Fass merken, daß es oben knochenhart ist und einige
Zentimeter tiefer plötzlich sämig wird.

Gruss
Konrad
Johannes Pröfrock
Pöler
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Beiträge: 661


« Antworten #6 am: Juli 09, 2015, 17:44 Uhr »

moin konrad

die palmöl bhkw von denen ich hörte waren ständig im arsch Schubidu . . ..

das das was mit meinem umbau zu tun hatte glaube ich nicht.
wenn mann tankt kann mann sich zwar ne heizspirale kaputt machen. das repariert sich aber nicht wenn mann wieder richtigen sprit reinkippt Wink. wasserverlust hätte ich dann übrigens auch haben müssen und ich fahr mit genau diesem umbau immer noch ohne was dran gemacht zu haben.
wie gesagt: davor und danach hatte ich keine probleme.

gruß johannes
Nebelwerfer_TDI
Pöler
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Beiträge: 473


« Antworten #7 am: Juli 16, 2015, 16:48 Uhr »

Hallo,

Zitat
in heizungsbrennern sollte mann das zeug ganz gut verfeuern können. da sind nicht so viele hochpräzise teile drann wie bei ner einspritzpumpe. dazu müßte konrad mehr sagen können. ihm hatte ich, mit einer deutlichen warnung das zeug nichts ins auto zu kippen, den rest aus meinem tank geschenkt.

na zumindest sind die Teile billiger, und es erfordert weniger Fachkenntnis diese auszutauschen.

Zitat
es gibt sehrwohl Leute, die im BHKW Palmöl verfeuert haben
und das über mehrere Jahre problemlos.
Was du verfahren hast, weiß ich nicht, aber mir sind einige
BHKW Betreiber bekannt, wo es problemlos funktionierte.
Wasser war da kein Problem.
Scheint was mit deinem Umbau gewesen zu sein oder der Palmölmafia
aufgesessen?
Da es wesentlich leichter als Halbfestes ist, hat das jeder Fettfahrer
zwangsläufig in seinem Fett, da Palmöl dem Halbfestem beigemischt wird.
Kann man deutlich im Fass merken, daß es oben knochenhart ist und einige
Zentimeter tiefer plötzlich sämig wird.

+1

Gibts dafür überhaupt eine Kraftstoffnorm? sonst könnte ja jede Brühe als Palmöl(kraftstoff) durchgehn.
Ölkonrad
Pöler
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Beiträge: 1799


« Antworten #8 am: Juli 16, 2015, 17:24 Uhr »

Hallo,

ob es eine Norm gibt weiß ich nicht, aber die Ölmafia hat schon so
manches wunderschöne Sonnenblumenöl verkauft, was in
Wirklichkeit Trafoöl war.

Gruss
Konrad

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