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Autor Thema: erfahrungen milchzentrifuge  (Gelesen 12635 mal)
editioner
Pöler
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Beiträge: 180


« am: März 31, 2012, 15:40 Uhr »

hallo,
getreu nach dem motto "mach und berichte" mal ein kurzer bericht meiner anfänglichen erfahrungen mit einer milchzentrifuge.

ich hab mir eine gebrauchte zentrifuge von elecrem bestellt, nach eingravur wohl baujahr 1986, aber so wie sie aussieht, noch kein einziges mal benutzt. 80l stundenleistung. desweiteren hab ich mir ein infrarot-thermometer geleistet, da die fingerprobe im warmen öl nicht ganz aussagekräftig ist und ne riesen sauerei ;)

schritt 1: pöl erhitzen


schritt 2: zentrifuge




das war das öl, was ich mal hier durchgejagt habe, ich habe gehofft, dass da eigentlich kein dreck mehr drin ist.


so. weit gefehlt. nach etwa 70l hat die zentrifuge plötzlich das öl nicht mehr durch den magermilchausgang gelassen, sondern fast alles durch den rahmfänger rausgejagt. da mir das suspekt vorkam, ausgeschaltet, mal auseinandernehmen. es traf das ein, wo jetzt wahrscheinlich einige zentrifugen-erfahrene leicht lächeln und mich fast der schlag getroffen hat - zentrifuge voll mit dreck und somit verstopft gewesen.
hier ein paar impressionen:
schon kurz nach dem aufmachen kam mir die schwarze drecksoße entgegen








fazit:
- filterkerzen alles mist
- filterkerzen nie wieder
- das zeug was die zentri verstopft hat, war so feiner schmodder, der ist wahrscheinlich filtergängig
- ich habe mitleid mit meiner alten esp
- mich wundert das die esp überhaupt noch lief, ich vermut mal das der schmodder (und es war nicht wenig und etwa 80l durch die esp gefahren) das mengenstellwerk blockiert oder schwergängig macht


viele grüße
holger
editioner
Pöler
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« Antworten #1 am: März 31, 2012, 17:56 Uhr »

kleiner nachtrag. nach der säuberung der zentrifuge sind nochmal 25-30l durchgegangen. das ergebnis:

hab das mal in nen eierbecher getan, mal sehen ob das noch trocknet und wies dann ausschaut.

Pölbrenner
Pöler
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« Antworten #2 am: März 31, 2012, 19:01 Uhr »

Servus Holger

Man sollte nicht alles über einen Kamm scheeren.
Um Altpöl zu reinigen muß man etwas investieren.
Die zeitsparenste und kostengünstigste Investition für den Anwender ist dem Pöl Zeit zum Absetzen zu lassen.
Selbst dann muß man entweder einige Euro investieren um das Pöl vernünftig zu reinigen, oder mit Filterflies Arbeitszeit investieren.

Das Pöl auf dem 3. Foto in der Zentrifuge sieht sehr dunkel aus, wie lange hat das Abgesetzt?
Die Filterstrecke sieht nach 4 x 20 € Billigwasserfiltergeraffel aus dem Auktionshaus aus.

Sieht für mich so aus als hättest du mit dem Kauf der Zentrifuge mal etwas Geld in die Hand genommen.
Das Ergebnis ist natürlich gleich ein besseres.
Zum Vergleich, meine Kerzenfilteranlage mit 1x10", 3x20" Kerzenfilter + Filterkerzen von Wolftechnik haben etwa 700 Euro gekostet.

Wenn dir das ewige Reinigen der Zentrifuge auf die Nerven geht, und du genügend Pöl hast, dann lässt du es auch einige Monate absetzen.

lG Herbert
editioner
Pöler
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« Antworten #3 am: März 31, 2012, 19:22 Uhr »

servus,
die filter waren vom auktionshaus, jepp. allerdings wird das filtergehäuse weniger einfluss auf das filterergebnis haben...(?) das innenleben war auch vom auktionshaus. polypropylen-filter. hätt ich ne andere information gehabt, welchen filter man nehmen hätte können, ich hätts vll gemacht. wolftechnik ist jetzt der erste konkrete hinweis, den ich so les ;) welchen hast da speziell? ich hab gestern altpöl von nem ex-pöler geholt, der hat was erzählt von rückspülbaren keramikfiltern mit 0,5my. leider auch keine firma.
grundübel bei den kerzen-pp-filtern ist glaube die temperatur.

ja, zentri hat etwas geld gekostet, allerdings wenn ich zusammenrechne was ich bis jetzt an fittingen, gk-verschraubungen, filtereinsätzen, schlauchmaterial und allem rechne, wär ne zentrifuge gleich günstiger gekommen.
700 euro für ne kerzenfilteranlage...300-400 drauf und man kann sich in den usa die power-raw bestellen, oder hat das bei dir andre gründe?

das sieht auf dem foto wirklich relativ dunkel aus, war in echt schon mehr goldgelb. abgesetzt hatte das jetzt auch wieder ne woche. und davor auch schon 2 mal ne woche mit jeweiligem absaugen.
viele grüße
holger
Pölbrenner
Pöler
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« Antworten #4 am: April 01, 2012, 14:08 Uhr »

Servus

Wenn das Filtermedium am Kerzenfilter vorbei kann weil das Filtergehäuse schlecht ist, dann könnte es schon Einfluss haben.
Für die Haltbarkeit machts vieleicht auch noch unterschiede wenn das Gehäuse porös werden sollte, oder wenns um Temperaturbeständigkeit geht.

Ansprechpartner bei Wolftechnik war Herr Peter Krause.
Vorfilter ist ein 10" rückspülbarer Edelstahlkerzenfilter.
Der war ein hoher Kostenfaktor, aber mir war wichtig das nicht ständig der erste Kerzenfilter mit 20", 5 mµ zu geht nur weil der Saugschlauch mal zu tief gerutscht ist.
Ausserdem kann man den Ausbrennen und dann ausblasen was bei Bröseln ganz gut ist.

Nach dem Vorfilter kommen 3 20" Kerzenfilter mit 5mµ, 1mµ und 0,5mµ.
Müssten diese hier sein:
http://www.wolftechnik.de.../WFMB-Melt-Blow-Kerze.pdf
Die genaue Bezeichnung und eventuelle Preise erst nach Sichtung der Mails am Arbeitsplatz wenn du das möchtest.
Die 700 Euro Gesamtkosten mit Fittingen, Schläuchen, Thermostat, Manometer vor und hinter jeder Filterkerze haben sich Josef und ich geteilt.
Für uns war eine schlagkräftige, transportable Filteranlage wichtig weil wir beide auch mit Pöl geheizt haben und Jährlich 10.000 Liter Pöl filtern mussten.

Temperatur ist bei Kerzenfilter insofern ein Problem, dass die Machenweite steigt, und damit der Rückhaltegrad sinkt.
Ich filtere eigentlich nur Pöl mit wenig Fettanteil, und erwärme das Pöl nicht.
Das Pöl durchläuft zwar einen elektrischen Durchlauferhitzer, der wird aber nur manchmal kurz aufgedreht wenn die Filtermenge wegen Fett zu stark gesunken ist.
Dann wird der Durchlauferhitzer kurz angeschalten, das Fett am Edelstahlvorfilter schmilzt und geht durch die Filteranlage.
Die Pöltemperatur kommt dann auf etwa 35°C laut Thermometer zwischen der 5 und 1mµ Filterkerze.

Deine Absetzdauer ist wirklich sehr gering.
Ich sammle mein Pöl in 25l Eimern, oder bekomme es in 100l Spannringfässern geliefert, wo es einige Wochen stehen bleibt.
Dann wird das schöne Pöl oben abgesaugt, und wird in einem IBC gelagert.
Gefiltert wird zwei mal im Jahr, jeweils 1.500 bis 2.000 Liter.
Das erste mal im Frühjahr wenn die Lufttemperaturen wieder um die 25°C sind, und das zweite mal im Herbst.
Das Pöl hat dann minimum 6 Monate abgesetzt, meist wesendlich länger bis zu 12 Monaten hin.
Am besten setzt das Pöl ab, wenn es hohen Temperaturschwankungen unterliegt.
Wenn am Tag die Sonne auf die Behälter brennt, und Nachts die Temperatur ordentlich absinkt, dann hast du innerhalb weniger Wochen sehr gut abgesetztes Pöl.

Du machst mit der Zentrifuge im Prinzip das selbe nur innerhalb kürzester Zeit.
Seperation nach Dichte.

lG Herbert

Rico
Pöler
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« Antworten #5 am: April 01, 2012, 15:45 Uhr »

Sali Herbert

Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.

Welche Filter hast du eingesetzt? Dieser Typ:01WTGD
Welchen Pumpentyp verwendest du?
Interessant wäre ein Bild.

Da ich mit dem Pöl nur heize reichen mir 10mµ locker aus.
Mein Vorgehen:
- lange absetzen lassen (Monate, nicht Tage)
- via Kerzenfilter direkt in den Tank im Heizungsraum

Probleme / Geplante Änderungen
Pumpe:
Standard Wasserpumpen (Flügelzellenpumpe) neigen zum Aufschäumen des Pöl. Das beste Ergebniss hatte ich mit einer 12Volt Benzinpumpe vom Schrottplatz (solange deren Dichtung gehalten hat).
Kerzenfilter:
Rückspülbar machen. Ersatz der billig Plastikware durch industrielle.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Rico
Pölbrenner
Pöler
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« Antworten #6 am: April 01, 2012, 20:33 Uhr »

Servus Rico

Die Kerzenfiltereinsätze hab ich doch oben Verlinkt.
Pumpen verwende ich ausschließlich die von Konrad.
http://www.pflanzenoelpumpen.de/html/sk23.html
Wenn die erst mal entlüftet, und Saugseitig dicht ist schäumt da überhaupt nichts.
Druck und Menge sind damit auch ok.
Mit zu hohem Druck möchte ich nicht filtern, wenn die mal gegen Druck läuft hat die auch kein Problem, und kreischen tut die auch nicht wie Hölle.

lg ins Schwitzer Ländle
Rico
Pöler
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Beiträge: 300


« Antworten #7 am: April 01, 2012, 20:59 Uhr »

Sali Herbert

Ich bitte vielmals um Entschuldigung für meine ungenaue Fragestellung.
Falsch: Welche Filter hast du eingesetzt? Dieser Typ:01WTGD
Richtig. Welche Filtergehäuse hast du eingesetzt? Dieser Typ:01WTGD

Pumpe:
Eine solche habe ich bereits, mit der sauge ich bei meinen Lieferanten die Tanks leer. Mit dieser bin ich sehr zufrieden, wenn doch ein mal etwas gröberes kommt (sichtbar im durchsichtigen Ansaugschlauch) lasse ich die kurz rückwärts laufen und alles ist wieder ok.
Dann werde ich mir diesen Sommer beim Umbau der Filteranlage eine zweite zulegen.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Rico
aumag
Pöler
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"Hängt die Schwätzer neben die Erkenntnis."M.Twain


« Antworten #8 am: April 01, 2012, 23:06 Uhr »

moin Vogel,

Anmeldedatum: 01.01.2012; 14:18  ?

und Deine anmaßenden Querhiebe " getreu nach dem Motto "mach und berichte"" ?

und die Fotos von Deiner "ebay-ersteigerten Milchzentrifuge" ?

das Teil sieht eher funkelnigelnagelneu aus einem chinesischen Container rausgefallen aus! ?

(nicht mal die Netzzuleitung ist um ein VDE Gebäude rumgefahren - so wie der Müll da aussieht!)

-----------------------------

Fast jeder hier weis wie man so eine Milchzentrifuge "richtig" betreibt. Von allen, die eine betreiben, hab ich das Ehrenwort "nichts zu sagen", quasi wie "die weiße Rose" nur in grün, mit Pöl ==> "die grüne Pölle".
-----

Verwirrt Gruß
aumag
Pölbrenner
Pöler
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Beiträge: 120


« Antworten #9 am: April 03, 2012, 21:30 Uhr »

Servus Rico

Das sollte jetzt alles klären.
Die Kerzenfilter sind auf einer Tafel mit den Winkeln montiert.
In die Kerzenfilter wurden 3/4" T-Stücke mit 1/4" Abgang verschraubt.
1/4" sind die Manometer verschraubt, am anderen Ende 1/2" Schlauchtüllen, und mit 1/2" Schläuchen sind die Kerzenfilter verbunden.


Wir bieten Ihnen unter Berücksichtigung
folgender Betriebsbedingungen an:
Medium: Altspeiseöl
Viskosität: mPas
Durchflußleistung: 60l/h
Betriebsdruck: max. 5 bar
Betriebstemperatur: max. 50 °C
Verunreinigungen: div. Schwebstoffe und Feststoffe
Filterfeinheit: Grobfilter 50μm, Feinfilter 5μm, Endfilter 1 / 0.5μm
Werkstoff: Kunststoff
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50μm, 9 3/4"lang, DOE, PTFEDichtungen

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20 Standard Blue 3/4 wo/pr

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WFMeltBlow
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1 x 4,55 €
1μm, 508mm lang, Polypropylen

005959 WFMB0.520
WFMeltBlow
1 x 6,95 €
0.5μm, 508mm lang, Polypropylen

3.) Zubehör:

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Messing

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Wandwinkel
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Schlüssel f. Standard Gehäuse

Lieferzeit : ab Lager, Zwischenverkauf vorbehalten
Lieferung : ab Werk
Preise : Netto zzgl. Porto und Verpackung
Zahlung : 30 Tage netto
Wir hoffen, dass Ihnen unser Angebot zusagt und würden uns über
Ihren Auftrag freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Krause
Wolftechnik Filtersysteme GmbH
Tel. 07033/7014 26

lG Herbert
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