Rapsölpreis
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Autor Thema: Drechseln ohne Drechselbank?  (Gelesen 6457 mal)
incunabulum
Pöler
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Beiträge: 761


« am: September 10, 2012, 20:15 Uhr »

Moin Zusammen, Zeit mal wieder an Euer Genie zu appelieren...

Ich sitze hier seit 2 Tagen an diversen Geländerstäben aus Holz, welche entlackt werden müssen. Abbeizer + Hochdruckreiniger taten hier das erste. Nun muss ich also diese Dinger noch wieder schleifen und so eventuelle Macken durch die Hochdruckaktion etc. rausbekommen. Nur wie? Per Hand werde ich bei diesen gewundenen Dingern und der Anzahl wahnsinnig.

Am liebsten wäre mir hierfür ne Drechselbank. Rein damit und dann bei langsamer Drehzahl mit Schleifpapier glätten. Geht aber nicht wegen "hab ich nicht".  Dann gab es mal für wenig Geld so einen Drechseladapter für die Bohrmaschine. Mit der Betonung auf "gab". Jedenfalls finde ich nichts und nirgendwo etwas in der Art. Direkt in die Bohrmaschine geht auch nicht. Die Stäbe haben einen Durchmesser von ca. 20 mm. Und das mag mein Bohrfutter nicht. Gibt es hierfür Adapter oder sowas? Kenn ich nicht...

Und nu? Ich grübel heute schon den halben Tag, nur was sinnvolles ist mir noch nicht eingefallen. Aber von Hand schleifen will ich nun mal nicht. Daher - hat jemand von Euch eine Idee?

Michael

Ölkonrad
Pöler
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Beiträge: 1799


« Antworten #1 am: September 10, 2012, 21:58 Uhr »

Hallo Michael,

Hochdruckreiniger und Holz. Schämst du dich nicht? Shocked Shocked Shocked

Nimm einfach ein Stück Holz welches einen Innendurchmesser von 20mm hat und
an eine M12er Gewindestange geschraubt ist.
Fertig ist der Adapter.
Wolfkraft hatte so etwas einmal.

Gruss
Konrad

Martin Klaus
Pöler
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Beiträge: 2524

Wer Visionen hat,soll zum Arzt gehen.(H.Schm.)


« Antworten #2 am: September 10, 2012, 22:16 Uhr »

Hallo Michael Wink Wink

Hm,du schreibst 20mm Durchmesser,so könntest du schonmal mindestens eine Seite in nen Rillenkugellager packen,die wäre dann geführt..
Evtl wäre auch ne beidseitige Lagerung denkbar,eine Seite halt fest,die andere demontierbar..
Antriebstechnisch gäbe es dann einige Möglichkeiten,kommt halt auf dein Geschick an..


Die eleganteste Lösung wäre unzweifelhaft eine mittige Bohrung in das Holzbauteil,um einen Spanndorn dort hinein zu schrauben,der dann in deinem Bohrfutter Platz fände..
Evtl noch mit ner Aussenhülse versehen,die ein Aufplatzen der Holzwelle verhindert...
Denkbar wäre eine Aussenhülse,die länger als der einzuschraubende Dorn wäre,so hättest du eine garantierte mittige Führung bei der Wellenpenetrierung.
An der Aussenseite dann halt ne 10er Welle für dein Bohrfutter und gut is..

Schöne Grüße

    Martin
poeldoc
Pöler
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Beiträge: 6


« Antworten #3 am: September 10, 2012, 23:32 Uhr »

Hallo Michael,
wie wär`s denn damit?
ebay Artikelnummer 230849833556 oder 271048405727
Grüße
poeldoc
poeldoc
Pöler
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Beiträge: 6


« Antworten #4 am: September 10, 2012, 23:42 Uhr »

Hallo Michael,
noch Ergänzung, das sind zwar Mondpreise, aber wenn Du Zeit hast gibt es sowas auch für viel weniger.
Ich hab mal meine mehrfach dick überlackierten Geländerstäbe in einer Wanne mit warmer Natronlauge abgebeizt. Wenn man anschließend keinen Klarlack drüber will, ist das am schnellsten.
Grüße
Pöldoc
incunabulum
Pöler
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Beiträge: 761


« Antworten #5 am: September 11, 2012, 06:44 Uhr »

Poeldoc,

die beiden ebay-Angebote hatte ich auch schon gefunden. Nur muss dass eben bis zum Wochenende fertig werden. Und Natronlauge klappt bei diesem Lack nicht. Ich wäre ja selbst bereit einen prof. Abbeizer zu bezahlen um mir so diese Strafarbeit zu ersparen. Nur hat der nach einer kleinen Probe auch abgewunken, da dieser Lack sich nicht löst.

Und Martin, es muss wohl auf so was in der Art hinauslaufen. Aber auf den Tipp mit der Stützhülse gegen Ausreisen bin ich noch nicht gekommen, dass ist ne Idee.

Nimm einfach ein Stück Holz welches einen Innendurchmesser von 20mm hat und  an eine M12er Gewindestange geschraubt ist. Fertig ist der Adapter. Wolfkraft hatte so etwas einmal.

So was gibt es??? Das brauch ich, genau. Dann noch eine Klemmhülse drüber und fertig. Aber hast du hierfür einen Namen oder Bezeichnung oder Bestellquelle? ich wüsste jetzt erstmal gar nicht, wonach ich suchen muss.

Und nein, für mich als Laien tat der Hochdruckreiniger wunderbar. Man muss ja nicht aus 5 cm Entfernung dauerhaft auf eine Stelle halten und dort dann das Weichholz rausspülen.

Michael
Ölkonrad
Pöler
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Beiträge: 1799


« Antworten #6 am: September 11, 2012, 07:59 Uhr »

Hallo Michael,

so was dengelt man sich eben selber.
35mm Kantholz, ca 60-70mm lang. Vor Kopf ein 20mm Loch ca. 30mm tief.
Von der anderen Seite die Gewindestange oder eine Stockschraube rein.
Fertig ist der kleine Klaus (ähm Martin, du warst nicht gemeint). Schubidu . . .

Gruss
Konrad
poeldoc
Pöler
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Beiträge: 6


« Antworten #7 am: September 11, 2012, 08:10 Uhr »

Hallo Michael,

ich hab mal für millimeterstark überlackierte Fenstergriffe ein polnisches Mittel benutzt. Einfach in ein Glas gelegt , Deckel drauf, nach 20 sec schlug alles Blasen(nein, nicht das Messing). Danach ging es mit weicher Bürste weg. Das Zeug gab es in 1/2 Liter Bierflaschen mit Schraubverschluss von der Firma Techsol und nannte sich zmywacz  (do usuwania starej farby). Heißt auf deutsch nichts anderes als Lackabbeizmittel und enthielt, wenn ich den Geruch richtig gedeutet habe, Trichloräthylen, Methylenchlorid, Tetra und mehr aus der Palette der chlorierten niedrigflüchtigen Kohlenwasserstoffe. War nicht gut für die Ozonschicht aber funktionierte.
Als Klemmhülse kannst Du natürlich auch eine 20mm Lochsäge nehmen, z.B. sowas ebay 271055243050. Einfach mit Nagelschere oder geigneterem Mittel Längsschlitze reinschneiden, den Stab reinschieben und aussen mit Schlauchschelle festziehen(muß wohl keine rundziehende sein.). Das hat schon den ganzen Adapter für die Bohrmaschine und ist zentriert. Falls du eine Werkbank hast,die Bohrmaschine dort einspannen und auf der Gegenseite ein entsprechendes Brett mit angespitzer Schraube , Nagel o.ä. mit Schraubzwinge o.ä. als Gegenhalter befestigen und Du kannst es problemlos der Länge Deiner Stäbe anpassen.
Grüße
poeldoc
Ölkonrad
Pöler
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Beiträge: 1799


« Antworten #8 am: September 11, 2012, 08:15 Uhr »

Hallo doc,

Respekt, du hast deinen Beruf verfehlt. Hättest Schreiner werden sollen.

Na ja, handwerklich arbeitest du ja auch, wenn auch nur mit Edelstahlwerkzeug. Schubidu . . .

Gruss
Konrad

P.S.. der Lochsägentipp ist super Up
incunabulum
Pöler
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Beiträge: 761


« Antworten #9 am: September 11, 2012, 09:12 Uhr »

Moin PoelDoc,

der Tipp mit der Lochsäge hat wirklich was. Damit erspare ich mir Zentrierung etc. pp. und all den Quatsch. Bohrmaschine in den Schraubstock und auf der anderen Seite auf einen Nagel oder in ein Lager einspannen, fertig. Wunderbar.

Michael
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