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Autor Thema: Zahnradpumpe Eigenbau für Commonrail  (Gelesen 6576 mal)
Pölbrenner
Pöler
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« am: Februar 23, 2013, 11:54 Uhr »

Servus

Da es bei uns seit zweit Tagen schneit nehm ich mir mal die Zeit meinen Umbau einer Ölbrennerpumpe mit Brennermotor vorzustellen.
Grundgedanke für den Umbau lieferte A-Klasse Pöler mit seinem Umbau welcher hier im Gesamten
http://www.fmpo.de/fahrze...ercedes-a160-cdi-mit-dpf/
und hier im Speziellen der Pumpenumbau zu finden ist.
http://file1.npage.de/002...stem_und_foerderpumpe.pdf
Ich wollte jedoch keinen X-Stunden gelaufenen Gebläsemotor verwenden, und den dann auch noch mit Kugellager aufrüsten.

Meine Wahl fiel auf diesen Motor:
http://shop.mat-con.net/e...7/Products/MY6812GR_walze
Ein 12V / 150W Scootermotor mit Kugellager, Drehzahl und Wellendurchmesser mit Abflachung war genau das was ich suchte.

Ausgangsmaterial ist eine Ölbrennerpumpe mit Brennermotor.
Die Pumpe sollte kein Magnetventil haben, dadurch kann man den regelbaren Druckausgang nützen.
Nütürlich kann auch der Pumpenrücklauf genütz werden, dann muß aber eine Druckregelung nachgerüstet werden.
Die Zahnradpumpe würde bei einem Systemdicht ansonsten sehr hohen Druck aufbauen und das System zum platzen bringen.

Foto 1: Ölbrennerpume mit Brennermotor

Als erstes werden die drei Imbusschrauben gelöst, und die Pumpe samt der Plastikkupplung vom Motor abgezogen

Foto 2: Gelöste Pumpe mit der Plastikkupplung auf der Pumpenwelle

Dann wird der Brennermotor in seine Einzelteile zerlegt.
Die vier Langschrauben werden gelöst, und die Motorwelle samt Lager und Anker aus dem Motor genommen.

Foto 3: Motor zerlegen

Anschließend werden die Motorlager und der Anker von der Motorwelle abgezogen.
Die Motorwelle mit dem vorderen Lager und der Motrschale wird weiterhin verwendet.
Die Motorwelle wird dahingehend bearbeitet, dass eine zweite Pumpenkupplung in den hinteren Teil der Motorwelle eingepasst wird.
Dazu Habe ich die Motorwelle in einer Ständerbohrmaschine auf die ganze Länge aufgebohrt.
Der Vorderteil, wo die Kupplung zwischen Pumpe und Motor sitzt, ist ja bereits augebohrt.
Die Bohrung also einfach durch die komplette Welle erweitern.
Dann wird die Welle hinten gekürzt und bearbeitet damit die zweite Kupplung eingesetzt werden kann.

Foto 4: Fertig bearbeitete Welle bereits wieder mit dem Lager eingesetzt

Die verbaute Walze auf dem Scootermotor zerbrach schon beim Einspannen in den Schraubstock.
Auf die abgeflachte 8 mm Welle passt die zweite Brennerkupplung ohne diese zu bearbeiten.

Foto 5: Scootermotor mit der zweiten Kupplung aufgesteckt

Fortsetzung folgt


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Pölbrenner
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« Antworten #1 am: Februar 23, 2013, 12:14 Uhr »

Das hintere Wellenlager habe ich zerstört, und nur die äußere Lagerschale wieder in den Sitz gedrückt.
Der Hinterteil des Scootermotor passte so fast ohne Spiel in den hinteren Motordeckel.

Foto 1: Hinterer Motordeckel mit der äußeren Lagerschale

Dann wurde der Ganze Aufbau zusammengesetzt, und die Länge der nötigen Gewindestangen ermittelt.

Foto 2: Zusammengesetzter Aufbau zum ermitteln der Gewindestangenlänge.

Es werden vier Gewindestangen zugeschnitten, und mit Muttern am Ende, und Mittig versehen.
Dann wird die Hinterseite des Scootermotors mit 2-K Kleber versehen, und der ganze Aufbau zusammengesetzt.
Der Kleber soll den Motor spielfrei in der Lagerschale fixieren, und ein mitddrehen verhindern.

Foto 3: Scootermotor mit reichlich 2-K Kleber

Dann den ganzen Aufbau zusammensetzen, und mit der dritten Mutter pro Gewindestange den vorderen Deckel fixieren.
Die drei Muttern sind nötig, damit der ganze Aufbau nicht einfach zusammengespannt wird.
Die Kupplungen in der Welle sollen ein gewisses Spiel haben, und es der Aufbau kann so verstellt werden, dass die Wellen fluchten, und bei Motorlauf das ganze einigermaßen rund läuft.

Foto 4: Vorderer Deckel mit den beiden Muttern

Foto 5: Fertig zusammengestellter Motor

Fortsetzung folgt





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Pölbrenner
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« Antworten #2 am: Februar 23, 2013, 12:31 Uhr »

Nach Montage der Pumpe wird diese von Zweistrang auf Einstrang umgebaut.
Da ich den Druckausgang verwende wird der Rücklauf stillgelegt.
Dazu wird der Schlauch des Rücklaufes entfernt, und die Madenschraube mit einem Imbus enfernt.
Dadurch wird der Rücklauf Pumpenintern wieder dem Vorlauf zugeführt.

Foto 1: Madenschraube enfernen

Danach wird der Rücklauf mit einem Blindstopfen verschlossen.

Foto 2: Blindstopfen für Rücklauf

Die Reduzierung aus dem Druckausgang der Pumpe habe ich entfernt, hier kommt später eine Schlauchtülle für den Vorlauf rein.

Foto 3: Reduzierung Druckausgang entfernt

Der Umbau wurde natürlich getestet.
Die Durchflussmenge aus dem Rücklauf betrug 50l/h, hierbei muß man aber auch sagen, dass dies weitestgehend Druckfrei ist.
Die Durchflussmenge aus dem Druckausgang bei 4 Bar betrug 30l/h.
Das sollte für ein Common Rail 2 Generation ausreichend sein.

Foto 4: Testaufbau
Foto 5: Montiertes Manometer







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Pölbrenner
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« Antworten #3 am: Februar 23, 2013, 13:01 Uhr »

Jede Brennerpumpe hat einen Vorfilter.
Je nach Marke und Type der Pumpe kann dieser anders verbaut sein.
Da die Brennerpumpen in ihrem regulären Betrieb schon einige Liter Höl gesehen haben sollte dieser gleich mal vorweg gereinigt werden.

Foto 1: Pumpenfilter reinigen

Im Testbetrieb stellte sich heraus, dass der 2-K Kleber nicht ausreicht um die Pumpe gegen vedrehen zu sichern.
Um den Motor im Lager spielfrei zu fixieren sollte er aber trotzdem verwendet werden.
Gegen das verdrehen des Motors habe ich um den Motor eine große Schauchselle montiert, einen Blechstreifen abgekanntet und hinter die Schauschelle montiert.
Der Blechstreifen wird durchbohrt, und mit einer Schraube und Mutter am hinteren Gehäuse, da wo vorher der Motorkondensator montiert war gesichert.

Schwer zu beschreiben siehe Fotos.

Foto 2: Schlauchschelle mit Blechstreifen
Foto 3: Fertig montierte Verdrehsicherung

lG Herbert


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Diesel Daniel
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Klimazone 7a


« Antworten #4 am: Februar 23, 2013, 13:37 Uhr »

Hallo Herbert

Danke
Interessanter, schöner, Bericht.
Gute Dokumentation.

Weiterhin gutes Gelingen

Grüsse Daniel
Frankenpöler
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« Antworten #5 am: Februar 24, 2013, 11:26 Uhr »

Hallo Herbert,

super Arbeit, dafür gibts nen Daumen nach oben.

Einzigsten negativ angehauchten Punkt den ich sehe, ist dass die Konstruktion etwas groß ist.
Ich will Deine Arbeit nicht schlecht reden, ganz im Gegenteil, doch wenn ich an die Motorräume neuerer Generation, selbst bei meinem Bus denke,
müsste man schon ein wenig suchen um die Pumpe sinnvoll unterzubringen.

Gruß
Pölbrenner
Pöler
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« Antworten #6 am: Februar 24, 2013, 14:48 Uhr »

Servus

Die Pumpe ist auch für einen CR Zweitankumbau, mit Zweittank und der Pumpe im Kofferraum.
Das dürfte bei den meisten CR Umbauten so sein.
Bei meinem neuen Benz W211 Kombi findet in der Reserveradmulde ein 75 Liter Radmuldentank mit 57 cm Durchmesser
aus einem 200 Liter Mölfass Platz.
Die Pumpe hat da auch noch leicht Platz.
Wenn der Benz nicht so überkomplette Ausstattung hätte, dann wäre in den Seitendeckeln auch noch jede menge Platz.

Im Motorraum könnte es eventuell eng werden.
Ich hab mir aber eben nochmal eine ZR Pumpe auf der Monopölseite angesehen.
Bei einer Längenangabe von 318 mm dürfte meine nicht viel größer sein.
Die Fotos täuschen vermutlich etwas über die Größe, ich werde sie aber mal abmessen.

lG Herbert
Frankenpöler
Pöler
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« Antworten #7 am: Februar 24, 2013, 15:03 Uhr »

Hallo Herbert,

schön zu lesen, dass Du keine Platzprobleme hast.
Sonst hättest Du wohl das auch nicht so gebastelt ;)

Ich hab das Glück vorne vor der HDP ne Zahnradpumpe zu haben,
ich saug quasi Alles von hinten nach vorn.
Beim Doblo hingegen hatte ich eine Intankpumpe, diese musste ich per Umschalten ausschalten.
Bei Last oder hoher Drehzahl umschalten ging nicht, Druckstoß/verlust, verschluckt, Regelung -> Notaus.
Daher hatte ich damals eine Pierburg als Saugpumpe verbaut, auch vorne.
Die zog die Intankpumpe durch, dann habe ich die tothgesetzt.
Funzte prima.

Gruß
Pölbrenner
Pöler
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« Antworten #8 am: März 01, 2013, 13:03 Uhr »

Servus

Die Maße der Pumpe sind 11 cm im Durchmesser, ohne das Ohr wo der Kondensator dran war.
Die Länge beträgt 26 cm.

lG Herbert
Pölbrenner
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« Antworten #9 am: März 21, 2015, 16:18 Uhr »

Servus

Ich habe heute eine weitere Pumpe gebaut, und dazu diesen Motor verwendet.

http://www.ebay.de/itm/15...geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT

Technische Daten:

Betriebsspannung: 6-12V
Leerlauf-Stromaufnahme bei 6V: 2,7A
Leerlauf-Stromaufnahme bei 12V: 3,6A
Drehrichtung durch Polaritätswechsel änderbar
Drehzahl bei 12 V: 5000 U/min
Leistungsaufnahme: max. 300 W
Stromaufnahme max. 25 A
Drehmoment: 0,52 Nm
Ankeranzahl: 12
Motorlänge: 115 mm
Motor-ø: 73 mm
Wellenlänge: 28 mm
Wellen-ø: 8 mm
Gewicht: 1,15kg

Der Motor macht alsodoppelte Drehzahl gegenüber dem anderen.
Es wurde diesmal auch nicht der regelbare Druckausgang der Brennerpumpe für den Fahrzeugvorlauf, sondern der Pumpenrücklauf.
Der Hochdruckteil wurde mit einem Stopfen dicht gemacht.
Der Pumpenvorlauf an den Pöltank, der Pumpenrücklauf an den Fahrzeugvorlauf angeschlossen.
Die Druckregelschraube auf minimalsten Druck eingestellt, und mit einem Pulsweitenmodulator langsam die Drehzahl vom Pumpenmotor gesteigert.

Die Pumpe macht bei voller Drehzahl 8,5 bar, der Wedi hält.
Diese Pumpenkonfiguration macht wesentlich mehr Menge, und mit 8,5 bar Maximaldruck benötigt es für meinen Benz auch noch kein Druckregelventil.

lG Herbert
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