Bioethanol - von E10 bis E85

E10 tanken oder doch lieber normal Super weiter verwenden?
Was ist E10? Schadet es meinem Fahrzeug?
Wenn das funktioniert warum dann nicht mehr Bioethanol beimischen oder direkt E85 tanken.

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Autor Thema: Ethanol selber herstellen  (Gelesen 13108 mal)
Sandro
Gast
« am: März 06, 2007, 18:34 Uhr »

Hallo,
mir spukt seit einiger Zeit die Idee im Kopf herum Ethanol zum fahren selber herzustellen. Da ich aus der PÖL Ecke komme und da schon fast 10 Jahre Erfahrung habe suche ich eine neue Spielwiese. GRINS
Habt Ihr Interesse ein solches Projekt mal gedanklich durchzuspielen?
Nach reichlicher Überlegung und suche im Netz haben sich mir jetzt folgende Fragen aufgetan.
1. Welches Rohmaterial nehmen?
So weit ich weiß gibt es auch ein Verfahren um aus Holz Ethanol zu gewinnen. Holzreste gibt es ja wie Sand am Meer. Aber wie kann mann es in einer kleinen Anlage hinbekommen.
2. Wie viel Wasser darf enthalten sein?
Ich habe so gelesen das es etwa min. 94% sein müssen. Kann man das beim selber brennen irgendwie prüfen? Und hat das jemand schon mal wirklich live probiert ob es sich entmischt?
3. Versuchsaufbau
Welche Möglichkeiten gibt es für eine kostengünstige Herstellung?
Zum Beispiel zum brennen einen Glühwein Kessel?
4. Kosten/Mengen
Gibt es da schon jemand der das mal berechnet hat? Also wie viel Tonnen Holz oder so braucht man um x Liter Ethanol zu bekommen?
Ich denke Alkohol wird schon seit so vielen Jahrhunderten gebrannt, dass es doch heute auch noch möglich sein sollte. Wir haben wahrscheinlich nur das wissen darüber verloren. Oder?
Also dann hoffe ich mal auf Antwort.
Kurt
Gast
« Antworten #1 am: März 06, 2007, 23:02 Uhr »

Aus Holz wirst du das kaum herstellen können., da ist zu kompliziert. Das Holz muss erst verzuckert werden und das macht man mit Säure. Danach kann man den Zucker vergären.
96 % Alk kann man ohne eine sehr gute Destilliationslage auch nicht herstellen, die Brenner kommen meist auf so etwa 70 bis 80 %. Nur Anlagen mit vielen Böden erreichen mehr und grosse Mengen, die man zum Fahren braucht, kann man auch nur in grösseren Anlagen herstellen.
Aus den USA gibt es zwar Anleitungen für Selbstherstellung wohl aus der Zuckervergärung, aber die muss man auch erst bauen.
Sandro
Gast
« Antworten #2 am: März 09, 2007, 11:24 Uhr »

Na das klingt ja reichlich negativ. Aber das kenne ich noch aus den Anfängen der PÖL Zeit. Da hieß es auch immer das geht nie und so. Hast Du denn solche Anleitungen zum selber Bauen von Destillen? Was mich auch interessiert ist, ob es jemanden gibt der mal den Bedarf an Rohmaterial berechnen kann. Also ungefähr so: Man braucht 1000kg Äpfel um etwa 10 Liter Ethanol herzustellen. Kann das Jemand?
Es gibt meines Wissens eine Methode über Ausfällen das Wasser aus dem Ethanol zu bekommen. Leider weiß ich nicht wie genau, habe ich nur mal so gehört. Aber was entstehen dabei für Abfallstoffe(giftige)?
Also, bin für alle Ideen dankbar und gerne bereit zu experimentieren.


>Aus Holz wirst du das kaum herstellen können., da ist zu kompliziert. Das Holz muss erst verzuckert werden und das macht man mit Säure. Danach kann man den Zucker vergären.
>96 % Alk kann man ohne eine sehr gute Destilliationslage auch nicht herstellen, die Brenner kommen meist auf so etwa 70 bis 80 %. Nur Anlagen mit vielen Böden erreichen mehr und grosse Mengen, die man zum Fahren braucht, kann man auch nur in grösseren Anlagen herstellen.
>Aus den USA gibt es zwar Anleitungen für Selbstherstellung wohl aus der Zuckervergärung, aber die muss man auch erst bauen.
Kurt
Gast
« Antworten #3 am: März 19, 2007, 09:53 Uhr »

Sicher kann man das Wasser aus dem Ethanol grossteils entfernen. Macht man mit Pottasche, aber auch das ist teuer und aufwendig.
Frag doch mal einen Schnapsbrenner, der kann dir sagen wie es geht und kann es auch rechnen.
RT-Andreas
Gast
« Antworten #4 am: März 28, 2007, 22:04 Uhr »

Hallo Sandro,
Ethanol-Treibstoff ist was anderes als zum Trinken, du kannst da ganz anders rangehen. Zollrechtliche Dinge mal außen vor:
Faustregel 20% Zucker in der Maische ergeben 10% Alkohol, kommt sehr auf die Hefen und Bedingungen an aber so in etwa.
Destillieren auf rund 60-70 % im Wasserbad ist drin, mit Unterdruck und guter Kühlung gehts sogar per Sonnenenergie. Die 70%-Brühe wird dann nochmal "gekocht" und zwar mit einem Schlepper Benzol/Toluol... unter Rückfluss mit einem Wasserabscheider. Hintergrund, der Schlepper bildet mit dem Wasser ein Azeotrop = leicht flüchtige Komponente bei Siedetemperatur. Kühlt man den Dampf dann ab fällt das Wasser wieder aus und scheidet sich unten ab wo es abgelassen wird. Der Schlepper läuft wieder in den großen Pott verdampft nimmt wieder Wasser mit.... bis kein Wasser mehr da ist. Einfaches Prinzip und leicht zu bauen. Wikipedia hilft da auch weiter:
http://de.wikipedia.org/w...p#Azeotrope_Rektifikation
Alternativen wie Molekularsieb... stehen dort auch.
Viel Spaß
Hans Enders
Gast
« Antworten #5 am: November 08, 2007, 15:39 Uhr »

>Sicher kann man das Wasser aus dem Ethanol grossteils entfernen. Macht man mit Pottasche, aber auch das ist teuer und aufwendig.
>Frag doch mal einen Schnapsbrenner, der kann dir sagen wie es geht und kann es auch rechnen.
Antwort: von Hans 08.Nov.2007
Besser noch mit Branntkalk CaO, ergibt Weisskalk Ca(OH)2, = Kalkhydrat, Löschkalk der zum Mauern (Mörtel) verwendet wird;
CaO + H2O --> Ca(OH)2
56g + 18g 74g
bei 4,5% H2O im Alkohol (azeotropes Gemisch) enthält 1L (=0,8kg) 36g H2O; damit sind pro L 112g (120g incl Inertes) an Branntkalk zuzufügen (einrühren und dann absitzen lassen, abfiltrieren)
Marten
Gast
« Antworten #6 am: Februar 04, 2009, 14:22 Uhr »

Hallo @ all. Im Rahmen einer schulischen Prüfung im bereich naturwissenschaften, beschäftige ich mich mit Ethalnol und wollte dazu als praktisches thema Ethanol selber herstellen, ohne Millionen in eine große anlage zu stecken^^ es wäre cool wenn ihr mir ein paar tipps geben könntet um mir eine 1 zu sichern :-P
Auf wunsch können alle die mir wertvolle tipps geben auch in mein Quellenverzeicheniss eingefügt werden
Mfg
steffen
Gast
« Antworten #7 am: Februar 04, 2009, 14:50 Uhr »

> Im Rahmen einer schulischen Prüfung....
Hallo,
Zucker, Hefe, und Wasser mischen. Zeit zum gären lassen und dann destillieren.
So in etwa funktioniert das.
Las aber das destillieren sein. Es ist zu gefährlich.
Such Dir dann lieber eine Schnapsbrennerei in der Nähe und las Dir alles zeigen.
Gruss steffen
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