Bioethanol - von E10 bis E85

E10 tanken oder doch lieber normal Super weiter verwenden?
Was ist E10? Schadet es meinem Fahrzeug?
Wenn das funktioniert warum dann nicht mehr Bioethanol beimischen oder direkt E85 tanken.

Rapsölpreis
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Autor Thema: Erfahrungsberichte Bioethanol  (Gelesen 107011 mal)
uncle_sam
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« am: April 13, 2007, 17:01 Uhr »

Moin Moin

also hier ein Erfahrungsbericht Thread.

Je nach Auto kann man 30-80 % Ethanol im Tank haben ohne Umzurüsten.
Benzindirekteinspritzer, vertragen locker 80%, ohne zu mager zu laufen.

Fords mit gesinterten (weichen) Ventilen sollte man keinen hohen Alkoholanteil zumuten, da sonst schnell die Venitle eingehen.

Da Ethanol einen geringeren Energiegehalt hat, und das die Elektronik nur zum Teil regeln kann läuft man Gefahr, dass das Auto zu Mager läuft.
Meistens macht sich das durch einen Unrunden Motorlauf / Notprogramm / Warnleuchte bemerkbar, einfach Benzindraufkippen und gut ist.

Auto:
Passat Family, Syncro, 2.0 Liter GT Motor, 336.000 Kilometer, Bj 95.
Auto rostet nicht, und läuft immer, lediglich die 1. Batterie gab nach 9 Jahren ihren Geist auf, ist also ein "echter Volkswagen".

Gemisch 45% Ehtanol im Tank, Gemischt aus E85 und Normalbenzin.
Ergebnis...  Shocked Laughing Razz

Das Auto geht ab wie Schmids Katze
Der Motorlauf ist Seidenweich, im Vergleich zu Normalbenzin.
Die Mühle hat mehr Drehmoment und spürbar mehr Leistung.

Einen Anstieg der Temperaturen, Wasser & Öl konnte ich nicht beobachten.

Und wenn man an einer Ampel steht, oder Rückwärts fährt stinkt es nicht mehr nach Benzin, sondern ein feines Obstlerlüftchen ist wahrnehmbar, wenn der Motor kalt ist.

lg
uncle



multi
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« Antworten #1 am: April 13, 2007, 22:47 Uhr »

Interessant-wie tankst Bioethanol denn? Aus Flaschen? Und wie sind die Preise?
uncle_sam
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« Antworten #2 am: April 14, 2007, 02:50 Uhr »

aus der flasche ist es im gegensatz zu pöl viel zu teuer.
ich tanke es an einer Tankstelle, in Nagold. Das zeuch kostet 92cent/liter

http://www.ethanol-tanken...ow=5&list=2&cat=2

coolbiker
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« Antworten #3 am: April 15, 2007, 23:44 Uhr »

hi!
wie würden sich so 50% bioethanol in einem 2002 fiat panda verhalten?
uncle_sam
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« Antworten #4 am: April 16, 2007, 23:29 Uhr »

Hängt davon ab, ob der GESCHMIEDETE, oder GESINTERTE Ventile, und Ventilsitze hat.
Frag halt nach, oder Google. Erzählst du es deinem Händler sagt der es geht nicht  Laughing

Der 94er Corolla E10 von meinem Freund rennt mit 50% und der zieht so richtig durch.
Mein Freund ist begeistert. Über das ganze Drehzahlband steht mehr Leistung zur Verfügung. Die Abgase stinken bei weiten nicht so wie bei Benzinbetrieb. Ein feines obstlerlüftchen hängt in der Luft.

Also Du musst es ausprobieren. Fang mit 20-30% an. Wenn die Motorwarnleuchte angeht, oder das Auto ruckelt, ist es zuviel, dann einfach Benzin drauftanken.
Ruckelt es und du fährst weiter, und auch noch volle Möhre, gehen dir die Ventile ein.

Fährt das Auto gut, steigere die Dosis langsam. Alle Autos verkrafen eine E10 Mischung, die meisten neueren E30. Viele neue E50, geht man höher scheiden die Ersten aus.
Wenn man mit sehr hohen Dosen fährt, sollte man auch nach ein paar Tankfüllungen nach den Benzinfilter schauen, der Ethanol spült jede menge Schmand raus.
Wie auch  Biodiesel oder PÖL Schmand lösen kann.

lg
uncle
gizmohund
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« Antworten #5 am: April 19, 2007, 11:39 Uhr »

Hallo Leute,
ich hab mal auch ne Fahrzeugdatenbank mit in die Seite integriert - sind zwar aktuell nur 50 Kisten drin, aber hilft vielleicht dem ein oder anderm
http://www.ethanol-tanken.com/index.php?dat=8

Gruß Giz
uncle_sam
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« Antworten #6 am: April 25, 2007, 16:48 Uhr »

so heute oder morgen fahre ich wieder tanken.

dann bekommt der passat 50-60% zum saufen .

Werde dann berichten wie er läuft.

Kaltstartprobleme sollten mit den temperaturen morgens eh nicht auftreten.


gruss
uncle
Nebelwerfer_TDI
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« Antworten #7 am: Mai 01, 2007, 18:13 Uhr »

Bei aller Euphorie: vergesst bitte nicht, dass es sich hier um einen Alkohol handelt. Und was der mit nicht dafür geeigneten Schläuchen bzw. Dichtungen macht kennen wir ja schon von Biodiesel (Methanol, dem Äthanol nicht allzu unähnlich). Nur eben dass hier ein Leck recht krasse Folgen hätte. Beim Biodiesel stinkt es je nach Ausgangsprodukten von ranzigem Fett bis zu Salatgurken, bei Äthanol/Benzin wirds brennen, wenn was austritt Shocked

Noch etwas allgemeines zur Diskussion: Äthanol benötigt durch die angelagerte OH- Gruppe eine höhere Verdampfungswärme, was zu einer besseren Innenkühlung führt. Bei Direkteinspritzern im Brennraum, was eine höhere Verdichtung zuließe. Bei Saugrohreinspritzern mag der Effekt weniger stark ausgeprägt sein. Trotzdem wundert es mich dass die Ford Motoren Probleme machen sollen. Denn hier würden die Ventile besser gekühlt, ganz im Gegensatz zu Autogas (egal ob CNG oder LPG), wo die Kühlung durch Entzug von Verdampfungswärme nicht funktioniert, und die Ventile logischerweise heißer werden.

Bei den beschriebenen Fahrzeugen kann das Problem der Abmagerung teilweise dadurch behoben werden, indem man ähnlich wie beim Extremtuning von Turbomotoren andere Einspritzventile (Düsen), eine andere Benzinpumpe oder einen anderen Benzindruckregler/Sensorsignalfake verbaut. Dann glaubt das STG magerer zu mischen, als im Kennfeld ausprogrammiert, schlimmstenfalls kann der Motor absaufen solange man mit Benzin fährt, und mit Ethanol gibts dann weniger Abmagerungsprobleme.

Vergasermotoren ohne Gemischregelung werden nicht auf Anhieb problemlos damit laufen, da E50/85/100 einen geringeren theor. Luftbedarf hat, und damit das Gemich zusehr abmagert, was sich in Leistungsverlust/Probleme mit Rundlauf bis hin zum Ausgehen äußert. Hier kann mit einer Anpassung des Gemisches (Beim Rasenmäher mit Spiritus gehts super) abgeholfen werden.

Alkohole haben Aufgrund der vorhin bereits erwähnten OH- Gruppe einen geringeren Energieinhalt, da sie bereits stärker oxidiert sind, was sich in einem geringeren Heizwert (kJ/kg bzw. Liter) äußert. Hier lohnt es sich den Prozentualen Heizwert des jeweiligen Gemisches (E50, 85, 100) zu errechnen, und dann isn Verhältnis zum Benzinpreis zu setzen, um feststellen zu können, ob man damit tatsächlich billiger fährt, da der Motor damit immerhin wesentlich mehr Liter/km verbraucht.

EDIT: noch etwas vergessen - bei moderen Hochdruck Benzindirekteinspritzern wäre noch zu klären wie die Komponenten der Hochdruckpumpe den schlechter schmierenden Ätahnolkraftstoff langfristig vertragen.
Kai_86C
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« Antworten #8 am: Mai 06, 2007, 14:18 Uhr »

Habs letztes Jahr mal in meinem Honda CRX probiert.
Bei 33% Ethanol kam leider die Motorleuchte. Das Motorsteuergerät zeigte Gemischabmagerung an.
Bei 25% lief alles Problemlos. Nur der Starter brauchte ne Sekunde länger bis der Motor lief.
Ich werd dieses Jahr mal mit nem Breitbandlamdameter drangehen und mal schauen, ob ich das Problem über umprogrammierung des Steuergerätes oder mehr Benzindruck in den Griff kriege.

Um die Problematik, daß Ethanol möglicher Weise meine Spritleitungen aus Kunststoff aufquellen und meine Metallspritleitungen Durchrosten läßt, muß ich mich dank der Beimischungspflicht ja nicht mehr kümmern.
Den wenn das der Fall ist, wird es ja nun auch mit Super früher oder später eintreten.
Nebelwerfer_TDI
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« Antworten #9 am: Mai 07, 2007, 21:13 Uhr »

Zitat
Nur der Starter brauchte ne Sekunde länger bis der Motor lief.

Ja, das liegt daran, dass Methanol/Ethanol einen relativ hohen Siedepunkt hat, bzw. eine höhere Verdampfungswärme aufnimmt. Bei unserem Rasenmäher musste ich beim Spiritus- Kaltstart auch immer eine Weile am Seil zupfen bis der ansprang. Ist aber ein billiges Krafttraining Laughing - bis auf den Literpreis von Spiritus Mad

Zitat
oder mehr Benzindruck

Eher das. Der müsste ähnlich einem Common Rail Diesel einen Raildrucksensor haben. Dieser lifert eine zum Raildruck proportionale Ausgangsspannung. Hier kann man den Druck mittels Spannungsteiler erhöhen. Erfahrungswerte kann ich hier aber mangels Experimenten damit keine Liefern. Allerdings werden sich die Verhältnisse der Drücke und Spannungen in einem gewissen Bereich linear proportional zueinander verhalten. Soll heißen: ein Spannungsteiler, der ein Zehntel des Spannungswertes zum Steuergerät abzwickt wird den Raildruck/Benzindruck in allen Drehzahl- und Lastbereichen um ca. 10% erhöhen. Damit sollte das Abmagerungsproblem zumindest teilweise behoben sein. Hier aber noch auf die Strömungseffekte und das hydraulische Verhalten der Injektoren bei erhöhtem Druck einzugehen, würde allerdings den Rahmen dieser Diskussion sprengen. 
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