Anfängerfragen

Pflanzenöl tanken hört sich technisch erst einmal schwierig an. Als Anfänger steht man vor vielen neuartigen Problemen die es zu lösen gilt.
Ist mein Fahrzeug geeignet dafür? Wo bekomme ich Pflanzenöl her? Was muß ich am Auto umbauen und welche Risiken gehe ich ein?
All das ist Thema in diesem Board. Stellt Eure Fragen und wir werden gemeinsam Antworten finden.

Rapsölpreis
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Autor Thema: W124/300D mit Öl TROTZ Filter?  (Gelesen 7022 mal)
Lungo
Pöler
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Beiträge: 12


« am: Dezember 09, 2013, 18:03 Uhr »

Hallo,

ich möchte einen W124er Benz, 300 D, kaufen. Der ist hübsch, aber ohne Filter. Das ist aber nötig, damit ich in die Münchner Innenstadt fahren darf. Und billiger, was die Steuer anbetrifft. Also kaufen. Dann aber darf ich angeblich nicht mehr mit Pflanzenöl fahren. (Sagt die Fa. Deissler, die diese Nachrüst-Kats vertreibt.) Und somit ist die Zwickmühle eröffnet!

Angeblich. So ganz mag ich das nciht glauben - das Problem haben ja alle!

Was aber tun? Ich bin etwas ratlos.

Das Auto ist wirklich gut, pfleglich gefahren, Motor okay, Karosserie auch, usw. Aber diese Sache mit dem Filter und dem Öl ist saublöd.

Danke für die Antworten!

Ölkonrad
Pöler
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« Antworten #1 am: Dezember 09, 2013, 18:25 Uhr »

Hallo erst einmal,

neu hier?

Mit einem MB darfst du laut MB bestimmt kein Pöl fahren.  Shocked
Schon mal gegurgelt? https://www.google.de/sea...org.mozilla:de%3Aofficial
Gut, daß meine Frau und vor allem das Autochen nicht weiß, daß es das nicht darf. Laughing

Gruss
Konrad
Martin Klaus
Pöler
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Wer Visionen hat,soll zum Arzt gehen.(H.Schm.)


« Antworten #2 am: Dezember 11, 2013, 20:55 Uhr »

Hallo... Wink

@Lungo:
Was hat nen DPF,drunter gespaxt unter nen W124,mit irgent ner Steuer zu tun??
Aus was für nen Kaugummiautomaten der Informationspolitik stammt denn diese Absonderung?? Verwirrt
Diese Alibibüchse ist nur und ausschliesslich das blechgewordene Feigenblättle zur Erlangung einer mehr als zweifelhaft anzusehenden Rundplakette,die quasi den Dispens gegenüber einer ebenfalls mehr als zweifelhaft einzustufenden,der medialen Totalverblödung anheim gefallenen Gesellschaft für eben diese sichtbar erscheinen lässt.
Und wie (fast) alles,was von "Oben" verordnet wird,auch hier der Grundsatz:
"PATHOS VOR INHALT"
S.h.,die Funktionalität geht gegen den Faktor Null...
Und vor diesem Hintergrund ist so ziemlich Latte,Pelle,Sch.eissegal, ob du die Bimmel mit Pöl oder Dino betreibst...
Dein Fahrprofil hingegen ist von erheblicher Relevanz..
Und da spielt es dann wiederum keine Rolle,ob mit Dino oder Pöl,ob mit oder ohne DPF...
                                              KURZSTRECKENBETRIEB TÖTET MOTOREN!!!
In diesem Sinne...

 VENCEREMOS Laughing Laughing
Lungo
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« Antworten #3 am: Dezember 12, 2013, 15:57 Uhr »

Servus, Martin Klaus/Klaus Martin!
Derbe Sprache, aber es stimmt! Ich bin kein Schrauber, aber es interessiert mich und ich schraube mich gewissermaßen in das Thema. So habe ich mir ein paar Gedanken gemacht.  Neutral
Da bei der HU die Werte per Opazimeter gemessen werden, kam mir in den letzten Tagen, sollte ich doch einfach mal vorbeifahren und die Jungs vom TÜV ihren Dienst tun lassen. Denn PÖL-Partikel behindern das Opazimeter deutlich weniger als Diesel-Partikel. Wink
Da müsste ich bei dem alten Benz also ordentlich gutes PÖL in den einen Tank kippen, gut fahren und dann vorfahren, den Herrn beim TÜV freundlich anblinzeln, er wird seinen Stab in den Auspuff stecken, usw. Ich würde zum ersten Mal im Leben des W124er etwas warmes Pöl dazukippen, wieder halten, das Mischungsverhältnis erhöhen, bis ich -tja, wie seht ihr das?- bei vielleicht 80-90% Pöl bin. Und dann würde ich vorfahren. Oder würdet ihr gar auf 100% gehen?  Schubidu . . .

Wenn du, Martin, zum TÜV vorfährst - wie schaut´s bei dir aus? Mit oder ohne DPF oder Kat? Fährst du mit 100% PÖL im Tank vor? Smile

Schönen Abend!
waldi
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« Antworten #4 am: Dezember 12, 2013, 17:41 Uhr »

Servus Lungo,

mach's nicht so kompliziert! Der 124er springt bei gesundem Motor auch mit 100% Pöl an, und er läuft dann auch.
Dann fährste die Bimmel schön warm, und dann beim TÜV vor.
So eine saubere AU hattest Du noch nie mit Diesel; das garantiere ich Dir.

Und für den Alltagsbetrieb kannste auch ein bißchen Diesel zutanken, damit Du je nach Temperatur die Viskosität erhältst.

Viele Grüße

Waldi

PS: Martins ausdrucksweise mag derb erscheinen, aber es muss auch solche Leute in unserer Gesellschaft geben, die das Kind beim Namen nennen.

Die Realität ist nun mal schonungslos  Sad , auch wenn's pesimistisch ercheint.
Aber da wir hier ja nicht nur jammern, sondern etwas tun, ist es noch erträglich  Wink .
Lungo
Pöler
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« Antworten #5 am: Dezember 13, 2013, 20:20 Uhr »

Danke, Waldi,
für die "segensreichen" Worte! Sie sind hilfreich. Very Happy
Ja, das dachte ich mir doch schon...! Auf´s Ergebnis kommt´s ja an - und wenn alles sauber ist...
Ein Schelm, wer Arges dabei denkt!  Up
Und für die Standheizung - damit sie überlebt - werde ich einen Extra-Tank für Diesel bauen müssen  doch ein bißchen was Kompliziertes-, passende Zuleitungen dazu - sonst ist sie ja wohl hinüber.
Hm... Euer Tipp? Wo bekomme ich am ehesten einen Metalltank o.Ä. her plus Leitungen? Im Netz gibt´s viel Zeug, auch Pöler-Utensilien, oh, ja! Bloß was nehmen?
Geschickt wäre es ja vielleicht, einen etwas größeren Tank zu nehmen, als Reserve und Extra-Zulauf für den Start im Winter, sollte er doch mal stottern. (Sagtest ja, es ginge auch ohne.) Verwirrt
Das Wägelchen muss durch den süddeutschen Winter kommen. Dafür würde ich ihn gerne einseifen. Uli r. (?) schrieb was von Sander-Fett. Auf der Website von http://www.korrosionsschutzfett.de habe ich nachgeschaut. Die haben ja tatsächlich einiges! Okay. Auch hier: Der Wagen hat erst mal nix, ist unterbodenversiegelt. Aber Salz ist der Grund, warum man in Frankreich und Italien alte Karren durch die Gegend fahren sieht, was hierzulande nicht geht. (Abgesehen von Zulassungsgeschichten.)
Also trotzdem einschmieren? Was denkt ihr, was denkst du dazu? Neutral
Martin Klaus
Pöler
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« Antworten #6 am: Dezember 13, 2013, 21:49 Uhr »

Hallo Lungo Wink Wink

Wie ich zu dieser staatlich protegierten Kesseldruckprüfertruppe vorfahre?
Ganz einfach:
So,wie dieses Auto ausgerüstet ist,mit Pöl,mit Kat,ohne diese völlig überteuerte DPF-Würstchendose unter meinem schwäbischen Prachststück.
Als Tank für dein Heizöl(ja,genau!!)solltest du nen Mofatank o.ä ins Auge fassen...
Ganz nett sind u.U. auch Tanks von Rollern..
Rostschutz ist ne kritische Angelegenheit..
Diesbezüglich gibt es diverse Foren,die die kritischen Ecken anzeigen...
Vordere HA-Lageraufnahmen...
Kantenabschlüsse der Saccobretter...
Radläufe hinter den Brettern...
Einstiege hinter den Saccos...
Wagenheberaufnahmen...
Vorderachskörper...
Federaufnahmen vorn...
Ist ne echte Fleissaufgabe..
Und dein PVC-Kram unter dem Auto birgt unglaubliche Überraschungen...
Wird regelmässig großflächig unterrostet...
Meine Rezeptur dagegen:
Den gesamten Unterboden reinigen,entrosten,grundieren und lackieren.
Ist ne echte Sträflingsarbeit für Leute ,denen alternativ nen Aufenthalt auf Guantanamo in Menschenintensivhaltung in Aussicht steht...
Zur Hohlraumversiegelung solltest du nur zu Fett greifen.
Denn Wachs ist bereits eingeblasen worden,da noch Wachs draufpacken,wäre kontraproduktiv.
Wo wir beim Thema "Schweissarbeiten" beim W124 angelangt wären..
Grundsätzlich sind Bleche einzukleben,auch wenn diverse Dungschwätzer was anderes behaupten.
Denn der W124 rostet von aussen nach innen,d.h.solange kein struktureller Totalverlust vorliegt,ist immer eine tragfähige Reststruktur existent,die einen sprichwörtlich adhärenten/kohärenten Wiederaufbau sinnvoll erscheinen lässt.
S.h.,wenn du schweisst,zerstörtst du eine intakte Versiegelung...
Macht nur Sinn,wenn z.B.nen kompletter Radlauf weggefault ist...
Die Wagenheberaufnahmen sind diesebezüglich was gaaaaanz besonderes...
Denn das Aussenblech hat keine tragende Funktion.
Da rate ich zum Schweissen,wobei es da auch diverse Abschlussmöglichkeiten gibt..
Es kommt da auf das persönliche Können an...
Z.B. Bleche aus VA,dazu Rohraufschieblinge ebenfalls aus VA,
Diese nicht miteinander verschweisst,sonder nur einander berührend.
Die Bleche hingegen mit dem Einstieg stumpf verschweisst.
Denn diese Stellen lassen sich sehr gut versiegeln.
Bring einfach oberhalb der Rep-Stelle 1 oder 2 Bohrungen ein und lass halt reinlaufen..

In diesem Sinne.

Martin




Lungo
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« Antworten #7 am: Dezember 14, 2013, 16:17 Uhr »

Hallo Martin Klaus,

Danke für die Tipps! Da verbeuge ich mich gerne und werde mir den Wagen mal genau von unten anschauen.
Aber eins nach dem andern. Erst mal mit dem Wägelchen etwas fahren. Ist doch schön! Und dann kommt die Arbeit zur Jahreswende.

Ich berichte und frage...


Lungo
Pöler
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« Antworten #8 am: Dezember 15, 2013, 15:23 Uhr »

Hab das Angebot von Monopoel für 300,- € für einen Bausatz zum Betreiben der Standheizung, bestehend aus Radmuldentank, Schläuchen, usw. Kann man hier einsehen: http://www.monopoel.de/formular/1tank-w124.html Klingt gut und Stefan, der Inh. von Monopoel, klingt okay. Eine Bastelanleitung gibt´s auch (pdf, zu jedem Schritt ein Bild).
Die Meinung von euch Fachleuten zu diesem Angebot von Monopoel?
Martin hat einen Mofatank plus Heizöl vorgeschlagen. Geht sicher auch, dürfte auch billiger sein. Verlangt aber, dass man genau das Zeug hat, das man braucht. Ließe sich aber vielleicht mit Profi-Hilfe aus dem Bekanntenkreis lösen. (Netter, ehrlicher Rentner und jahrzehntelang in der Benz-Werkstatt tätig.)
Spannender ist für mich fast die Frage: Wie kann man einen 2. Tank, gedacht für Diesel (also nicht für Heizöl), ggf. für den Motor selbst nutzen? Sodass ich bei Kälte oder als Reserve zuschalten kann?
Dann macht ein zweiter 40l-Tank Sinn. Wenn nicht, hat Martin einfach nur recht. Für´n Motörchen (= SH) braucht es nicht einen solchen Aufbau.
Wie würdet ihr mit eurer Erfahrung eine mögliche Zuleitung setzen? Würdet ihr so etwas überhaupt in Erwägung ziehen?
Grüße...
Martin Klaus
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« Antworten #9 am: Dezember 15, 2013, 17:15 Uhr »

Salve Tribun.. Wink

Sag mal,Lesen ist wohl nicht so deins,oder??
Was willst du mit nen Bausatz für nen GK-Heizer??
Das ebenso überteuert wie sinnbefreit...
Und was ist an nen kleinen Tank mit 2 Leitungen so kompliziert??
Geht übrigens legal mit Höl.
Nen 2.Tank..
Macht primar für den Betrieb mit Pöl in deinem Fall keinen Sinn.
Und in der von dir angedachten Größenordnung,wenn,dann als Radmuldentank..
Würde ich aber niemals gleichzeitig Motor und SH mit betreiben.
Schon aus dem ökonomischen Aspekt abgeleitet waere das Quatsch.
Wenn du ne Volumenexpansion anstrebst,so ist das die eine Sache..
Vor dem Aspekt der Betriebssicherheit gesehen,ist das eher kontraproduktiv zu sehen.
Was sinnhaft und bei nen 300er betriebsrelevant ist,waere nen Vorlauf der Dimension "Püttrologenstollen"...
S.h.,nen ID von mindestens 12MM.
Weniger ist schlicht Blödsinn.
Und nun kommen wir zu den tankstrukturellen Differenzen...
S.h.,Limo und Kombi unterscheiden sich in der Tankstruktur und -lagerung extremst...
Vor diesem Hintergrund solltest du darlegen,was für ne Aufbaustruktur angedacht ist..

In diesem Sinne

 Martin
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