Anfängerfragen

Pflanzenöl tanken hört sich technisch erst einmal schwierig an. Als Anfänger steht man vor vielen neuartigen Problemen die es zu lösen gilt.
Ist mein Fahrzeug geeignet dafür? Wo bekomme ich Pflanzenöl her? Was muß ich am Auto umbauen und welche Risiken gehe ich ein?
All das ist Thema in diesem Board. Stellt Eure Fragen und wir werden gemeinsam Antworten finden.

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Autor Thema: Neuling mit Filterfragen  (Gelesen 6133 mal)
LkwSchmied
Pöler
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Beiträge: 16


« am: Mai 07, 2012, 00:14 Uhr »

Hallo allerseits,

Am Freitag hab ich mich endlich aufgerafft und alles angeschlossen und gleich noch eine Probefahrt mit meinem gefiltertem Altpöl gemacht
Läuft auch alles wie es soll. Soll heißen es ist nur am Geruch zu erkennen was ich gerade verfahre.

Nun zu meinem Problem mit der Filterei. Also sobald ich Altpöl bekomme mische ich 10% Benzin-Dieselgemisch (Falschtankersprit) bei ,welches ich kostenlos von meiner alten Werkstatt bekomme. Dann lasse ich es 1 bis 2 Wochen stehen und schütte es vorsichtig in meine Filteranlage welche folgendermaßen aufgebaut ist:
-Kopfkissenbezug
-Fliegengitter
-Küchentuch
-feines Tuch
-Kaffefilter
Vielleicht mach ich noch ein paar Bilder der Anlage vielleicht schäm ich mich aber auch zu sehr und lass es sein. Sad
Unten kommt rein optisch sehr sauberer goldgelber Kraftstoff heraus. Das Problem ist nur das diese ganze Drucklose Filtern eine Ewigkeit dauert.
(Alle 3 sek. 1 Tropfen).
Da ich jeden Tag 15 liter brauche also nicht befriedigend. Möchte nun alles neu machen und natürlich alles richtig darum hoffe ich ihr könnt mir helfen.

Also hab mich schon etwas eingelesen und hab folgende Möglichkeiten gefunden:

-Druckloses Filtern  zu unwirtschaftlich bei den Mengen.
-Zentrifuge            muss mich noch weiter in das Thema vertiefen.
-filtern mit Druck    Fettklumpen quetschen sich durch die Maschen des Filters.
-Kombination          großes Fragezeichen 

Als ich meine Filteranlage gebaut habe dachte ich auch das ich ja immer noch den Filter im Wagen habe und das dieser schon alles abhalten wird was der ESP zu Grob ist. Und sich im schlimmsten Fall schnell zusezt.
Doch nun les ich vom Filtergängigen Dreck welcher den Filter passiert und dann die ESP zerstört, Wasser welches Kolben zerstört und Säure welche die ESP zerfrisst.
Wie soll ich das nur alles aus dem Pöl herausholen in so kurzer Zeit und das auch noch kostengünstig? Oder stecken die robusten Reiheneispritzpumpen das alles ohne weiteres weg? Fragen über Fragen ...

Ich hoffe ihr könnt mir helfen und um auch schonmal was mit einzubringen hab ich folgendes beim Googeln entdeckt:
http://www.pumpen-peters....egories/Weinfilter+Pumpe/ (um es gleich vorweg zunehmen soll keine Werbung sein).

Vorteile:
-günstiges Filtermaterial
-pöl tauglich
-Ölmühlen nutzen auch diese Schichtenfilter
-Durchsatz (30l-260l die Stunde)
-Filtermattentausch scheint einfach zu sein
- ...

Nachteile:
Preis (wenn das nichts taugen sollte)
- ...

Hat schon jemand Erfahrung damit? Oder soll ich machen und berichten Verwirrt

Achso Fahrzeug ist ein Ssangyong Musso mit Reiheneinspritzpumpe und Vorkammermotor.
Kurz zum Umbau: Für den Sommer erstmal nur 2 Magnetventile die Umschalten wenn der Motor warm ist, geänderter Filterkopf ohne dieses selbstentlüftende Geraffel. Vorfilter bekannt aus den neueren MB-Lkw Baureihen welcher vor der Vorpumpe der ESP angeordnet ist.

An alle Steuerfahnder hier im Forum ich zahle im Jahr 793€ Steuern für den Wagen also werd ich wohl eine Flatrate gebucht haben.  Razz 
Martin Klaus
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Wer Visionen hat,soll zum Arzt gehen.(H.Schm.)


« Antworten #1 am: Mai 07, 2012, 00:37 Uhr »

Moin,moin..

Ok,den Ablasshandel mit der erfolgreichsten Christenverfolgungsbehörde der Neuzeit hast du erfolgreich abgeschlossen.. Schubidu . . . Schubidu . . .
Zu deiner Bimmel:
Der Motor ist nen MB-Lizenzbau,kannst ergo verfahren wie mit den orginalen MB-Produkten...
Die ESP ist schon nen ziemlicher Häcksler,aber das mit der Säure würd ich mir überlegen..
Vergrößere die Filterfläche,nimm nen Bettuch,das hat reichlich Fläche und somit auch nen gutes Durchsatzvolumen..
Das ganze in nen Einkaufswagen eingebaut,und schon wird das..
Das mit dem Zentrifugieren ist wohl ne komplizierte Geschichte..
Theoretisch ok,aber dennoch nach dem Zentrifugieren könntest du beim nochmaligen Filtern Dreckabsatz feststellen..
Grundsätzlich denke ich,das reichlich Absetzzeit ne entscheidende Grundlage für nen erfolgreichen Filterungsdprozeß darstellt.
Und dann halt ne möglichst große Filterfläche verwenden und das Zeug dann,wenn du Zeit hast,ein 2. Mal durch das Tuch schicken..

Schöne Grüße

  Martin
monthy
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Alles was brennt, fährt auch...


« Antworten #2 am: Mai 07, 2012, 07:35 Uhr »

Hallo und guten Morgen,

Sackfilter wäre noch eine Möglichkeit, die dich nicht gleich ins finanzielle Verderben stürzen. Dein Problem ist deine Umgebungstemperatur und dein Ausgangsmaterial.
Wenn es wirklich nur altes Öl ist, geht das druckose Filtern. Hast du halbfestes, müsstest du erstmal separieren.

Du schreibst, du schüttest es nach 1-2 Wochen in deine "Filteranlage". du saugst es also nicht von oben ab? Wenn nicht, hast du ja den Absatz wieder drin = doof.
Ansonsten ist Schwerkraftfiltern eben etwas, was Zeit kostet und sich rechnen kann, wenn man genug Vorlauf hat.

Hast du wirklich nur altes Öl, kannst du es kalt durch ne Kerzenfilterkomination durchjagen.

Grüsse,

Ralf
LkwSchmied
Pöler
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« Antworten #3 am: Mai 07, 2012, 11:19 Uhr »

Moin zusammen,

die Idee mit der größeren Filterfläche ist schonmal gut vielleicht erst durchs Bettuch und dann noch einmal mit Druck durch einen Filter.

@Martin
Also wenn ich das richtig verstanden hab, dann ist das Zentrifugieren nur was fürs grobe oder?

@Ralf
Also mein Frittenmann nimmt immer was grad am günstigsten ist. Da ich vorher schon mit Sprit mische hab ich den Eindruck der Schlonz setzt sich schneller ab. Dann schütte ich es vorsichtig in die Filteranlage und sobald der Strahl von golden auf trübe wechselt höre ich auf und lasse es sich wieder absetzen. Pumpe habe ich noch keine.

Was haltet ihr denn von dieser Filteranlage im Link? Rausgeschmissenes Geld oder die Offenbahrung?

Muss jetz ersma auf die Maloche vielen Dank schonmal und bis Später

MfG Sven
Ölkonrad
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« Antworten #4 am: Mai 07, 2012, 12:41 Uhr »

Hallo Sven,

kaufe die Filteranlage, betreibe sie ein paar Jahre und dann sind wir alle klüger.

Gruss
Konrad
Martin Klaus
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« Antworten #5 am: Mai 07, 2012, 15:49 Uhr »

Hallo Leute Wink

@Sven:

Hm,verinnerliche dir bitte die Sinnhaftigkeit verschiedener Reinigungsmöglichkeiten.
Filtern ist nen mechanischer Vorgang,Zentrifugieren ebenfalls.
Aber es kommt halt ein doch sehr differenziertes Partikelspektrum dabei raus..
Und Säure geht eh nicht raus..
Wasser als solches klappt über ne Zentrifuge,nicht über das Bettuch.
Hm,ich denke schon,das eine Kombination beider Verfahren den maximal möglichen Erfolg erzielen würde.
S.h.,erstmal absetzen,dann von Oben!!!! abpumpen,dieses Zeug durch nen Bettuch,und zwar drucklos!!
Und wenn du Zeit hast,gern ein 2.Mal durch das selbe Tuch hindurch,dauert erheblich länger.weil die Filterfeinheit steigt..
Und dann durch ne Zentrifuge..

Schöne Grüße

  Martin

LkwSchmied
Pöler
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Beiträge: 16


« Antworten #6 am: Mai 08, 2012, 01:52 Uhr »

Nabend Leute,

erstmal vielen Dank für den Austausch hier.
Ich hab mir mal so ein paar Gedanken gemacht und sie für euch bildlich festgehalten:

https://picasaweb.google....y0liipFm0?feat=directlink (oben rechts ist der Zoom)

Also ich lasse die Soße ein paar Wochen stehen kippe sie in das 60 liter-Fass, wo es durch den Kissenbezug vorgefiltert wird. Dann läuft es in das 200 liter Fass. Wenn ich jetzt tanken muss filtere ich gleichzeitig auf 3my durch den Schichtenfilter. Dabei hängt der Ansaugschlauch natürlich etwas höher damit der Schlonz und das Wasser im Fass bleibt.
Evtl. mache ich das 200l Fass mit Pumpe und Filter auch noch fahrbar um besser Tanken zu können.
Soweit die Theorie. Schubidu . . .

Von dem Schichtenfilter erhoffe ich mir das man die einzelnen Filterlagen mit nem Spachtel wieder sauber bekommt was ja mit Box-Filtern und Kerzen nicht so leicht möglich ist. Ihr merkt schon dieses Ding hat es mir angetan.  Smile

Von dem Zentrifugieren lass ich lieber erstmal die Finger scheint ja doch eine ziemliche Wissenschaft zu sein.

Ich freu mich schon auf eure Komentare.

MfG Sven



Ölkonrad
Pöler
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« Antworten #7 am: Mai 08, 2012, 07:25 Uhr »

Hallo,

und wenn jetzt unten in deinem Faß noch ein Syphon nach oben geht,
hilft das schon weiter, das Wasser nicht anzusaugen.
Welch einen Filter von 3µ hast du verbaut?
Wie sehen deine Krafststofffilter oben aus? Wieviel Kilometer hält ein selbiger?

Gruss
Konrad
Martin Klaus
Pöler
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« Antworten #8 am: Mai 08, 2012, 19:36 Uhr »

Hallo Leute Wink Wink

@Sven:

Was deine Pölabsaugerei anbelangt,halte es wie beim Pokern..
Immer von Oben!! Schubidu . . . Schubidu . . .
Die oberste Schicht ist immer die sauberste.. Up Up

Und noch was in Sachen Zentrifuge:
Wenn du den Meister erleben möchtest,so sei dir Meisenheim an´s Herz gelegt.
Konrad wird dort seinen Worten Taten folgen lassen und das sehr anschaulich!!
Hat er zwar bereits schon mehrfach getan,aber es ist immer wieder ein Erlebnis. Up Up Up


Schöne Grüße

Martin
monthy
Pöler
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« Antworten #9 am: Mai 08, 2012, 20:27 Uhr »

Nabend,

in das 200l Fass würd ich auch nen Ablasshahn mind. 10cm Abstand von unten anbringen. Dort kannst du dann entweder ablassen, wenn das 200l Fass hoch genug steht oder mit Gardena oder sostiger Schnellkupplung absaugen. Der Dreck und das Wasser sammelt sich unterhalb des Hahnes. wenn du es ganz schick machen willst, setzt du das Fass auf ein Gestell und machst unten nen Trichter dran + separater ablaufhahn. dann kannst du vorher immer erst Wasser und Dreck rauslassen, bevor du das saubere Pöl absaugst.

Grüsse,

Ralf


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