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Autor Thema: Solange es leckt, ist noch was drin!  (Gelesen 10843 mal)
Arlo Guthry
Pöler
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Beiträge: 562


« am: Juli 20, 2011, 01:19 Uhr »

Moin.

TüV stand an!  Shocked

Und es sah nicht gut aus unterm Landy!   Crying or Very sad











endlich gefunden: Scheuerstelle am Schlauch



warum der sich so aufgebläht hat, weiss ich aber auch nicht



nun ist es hier wieder schick



neue Flachdichtung am Ölfiltergehäuse und neue Verschlauchung zum Ölkühler









um an die Flachdichtung hinter der Vacuumpumpe zu gelangen...



... muss der Halter für den Lufi demontiert werden. Der ist aber mit zwei Kopfschrauben befestigt.  Shocked
Habs trotzdem riskiert.



Nun ist er teilbar!  Up



Dort drunter ist sie versteckt. Verwirrt



Die Vacuumpumpe in Einzelteilen. Leider gibts davon nix als Ersatz. Wird immer im Stück ausgetauscht, also wenn man niemanden kennt jetzt.










Dann war da noch die Flachdichtung unter dem Deckel vom Verteilergetriebe: Schrauben sind mit Klebesicherung versehen! Natürlich bei der links oben hats knack gemacht!



Also schnell eine tief eingesenkte Mutter drauf...



...und angeschweißt.  Up
Knack.
Weils so schön war gleich nochmal probiert: Knack!  Shocked
Wer immer diesen Unfug verbreitet hat: es funzt nicht!!!





Vorbohren, aufbohren, Reste herausprökeln, Gewinde nachschneiden! Klassisch also. Das Auspuffrohr musste dafür natürlich auch noch weg!  Down



Die Flachdichtung mit dem Deckel wieder dran zu pappen, war wirklich nur noch eine Frage der Zeit.



Oh, habe den falschen Button erwischt!

Am Verteilergetriebe war es auch noch unter der Feststellbremstrommel feucht.
Lag an der zentralen Mutter: die war nur handwarm angezogen!
Jetzt liegen dort wieder die 148Nm an und es ist auch dort dicht!

Die Prüferin beim TüV meinte nur:

Schön dass Sie nicht nur gekärchert haben ....  und fand denn meine A2-70 Schrauben am hinteren Stabi nicht so schick.
Dort hatte ich noch schnell eine Gummikappe an einem Gelenk gewechselt und natürlich meine Glanzstücke ordentlich poliert wieder eingebaut!

Mein Einwand, die Karre fahre schon seit über 10 Jahren mit den Niro Teilen umher, half alles nix. Ich musste die 8 Schrauben gegen vergammelte 8.8er wechseln, dann erst gabs die Plakette!  Shocked

Schöne Restwoche noch!

Kurt
Arlo Guthry
Pöler
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« Antworten #1 am: Juli 23, 2011, 22:18 Uhr »

Moin!

Hmmm, über 60 Zugriffe aber keine Antwort?

Bin ich allein mit A2-70 Schrauben unterwegs?

Ich habe die Dinger damals schuhkartonweise am Land Rover ausgetauscht. Sind mit Kupferpaste verbaut. Lassen sich daher problemlos wieder lösen.

Abgerissen aufgrund der Beanspruchung ist bislang keine! Haben sich also seit über 10 Jahren bewährt!  Up

Mit welcher Berechtigung kann mir die Prüferin daher diese Schrauben als Grund für die Stilllegung der Karre androhen?

Um es deutlich werden zu lassen: der Land Rover an sich wird als fast komplett geschraubte Konstruktion zusammen gehalten. Alles ruht auf einem Leiterrahmen. Die Hütte aus Aluminium ansich bietet Schutz vor Wind und eingeschränkt auch vor Wasser von oben. Als Schutz vor mechanischer Kraft von außen ist sie denkbar ungeeignet! Daher werden oft Käfige verbaut.

Was soll der Aufriss?

Wichtigtuerei?

Gibts ne griffige Begründung, warum ich auch weiterhin ruhig schlafen kann?

ratlose Grüße mit Pölanhaftungen
Kurt
Martin Klaus
Pöler
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Wer Visionen hat,soll zum Arzt gehen.(H.Schm.)


« Antworten #2 am: Juli 24, 2011, 09:41 Uhr »

Hallo Kurt Wink Wink

Da offensichtlich ne Vorgabe bezüglich der zu verwendenen Mindestqualität erfolgt ist,lassen sich relativ einfach die Vakanzen der von dir verwendeten A2-Schrauben gegenüber der geforderten 8.8-Qualität erläutern..
Zum einen liegt die Festigkeit der 70er Qualität erheblich unter der einer 8.8er...
Was aber nach meiner Auffassung wesentlich gefährlicher ist,ist die Tatsache,das VA-Verschraubungen zum Fressen neigen,sowohl durch erheblich höhere Reibungswerte innerhalb der Gewindepaarung als auch bei der Auflagefläche,so da eine wie bei vergüteten Stählen vorgesehene Vorspannung nicht hinreichend gesichert dargestellt werden kann.
Laienhaft dargestellt:
Die Bolzen sind vom Drehmoment her angezogen,aber die vorgesehene Flächenpressung der verschraubten Bauteile ist längst nicht erreicht..
Vor diesem Hintergrund scheint auch die Verwendung einer von den Festigkeitswerten her gleichwertigen Qualität austenitischen Bolzenmaterials fragwürdig...
Das mögen Betrachtungen grenzwertiger Situationen sein,das ist unbestritten..
Aber ich denke schon,das eine Stabilagerung durchaus zu den hochbelasteten Baugruppen eines Fahrwerks gehören...
Auch und grad,wenn diese Baugruppe längsführende Aufgaben zu erfüllen hat...

Schöne Grüße

    Martin
SamHotte
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Vollgaspöler - Klimaschutz durch "global dimming"


« Antworten #3 am: Juli 24, 2011, 11:01 Uhr »

Moin.

Ist schon eine Weile her, aber früher hörte ich solche Geschichten gelegentlich mal, dass die HU wegen der Verwendung von Schrauben in der Qualität A2-70 anstatt 8.8 in die Hose ging. Aus meiner Sicht hat der weibliche Prüfer (wie sicher auch manche männliche Prüferin Wink) zum Einen einen ordentlichen Köttel in der Hose und zum Anderen mit gesundem Halbwissen geglänzt...ähnlich dem Erscheinungsbild der von Kurt bevorzugten Schrauben. Wink
Sicher kann man jede Schraubenverbindung hochwissenschaftlich auf Abstreifen oder Bruch betrachten, wenn man will. In den allermeisten Fällen ist das aber nicht mehr als Papperlapapp und Wichtigtuerei, auf (hier) 8.8-Schrauben zu bestehen, wenn keine Werte über das Material bekannt sind, in dem sich das Mutterngewinde befindet. Logischerweise muss dieses die gleichen Kräfte aufnehmen wie das Bolzengewinde, wozu es durch die Auswahl des Werkstoffes aber nur in den seltensten Fällen in der Lage ist. Was nutzt mir z.B. die tollste 12.9-Schraube, wenn ich sie in einem Gewinde habe, das in ST 35 geschnitten ist?

Dass in (möglicherweise auch auf welche Art auch immer behandelte) Baustähle gesetzte VA-Schrauben zum Fressen neigen sollen, hat sich für mich in der Praxis noch nicht bestätigt. Wohl aber, dass man in Verbindung mit Feuchtigkeit Kontaktkorrosion provoziert, wenn der Schraubenwerkstoff in der galvanischen Spannungsreihe weiter von dem der zu verschraubenden Teile entfernt liegt. Daher empfiehlt es sich, bei so einer Verbindung einfach mittelfeste Schraubensicherung zu verwenden, um das Eindringen von Feuchtigkeit wirkungsvoll zu verhindern. Das gilt natürlich in besonderem Maße, wenn Teile aus Alu verschraubt werden sollen.

Viel Blabla, aber ich glaube kaum, dass Kurt jetzt viel für sich Neues erfahren hat. Wink

Schöne Grüße
Sam
Martin Klaus
Pöler
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Beiträge: 2524

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« Antworten #4 am: Juli 24, 2011, 11:22 Uhr »

Hi Sam Wink Wink Wink

Schon soweit ok,was du schreibst..
Ich hatte auch schon nen Agrarhaken mit VA-Schrauben befestigt..
Da war der Tüv auch am Jaulen..

Und das mit dem Fressen kann ich aus der Praxis bestätigen..
Hatte mir mal nen Federspanner komplett aus VA angefertigt..
Gewindestangen M16 mit dazu gehöriger Mutter,,Spannpratzen ebenfalls aus VA,Anlaufscheiben aus Rotguss..
Hatte ne etwas widerspenstige Feder zu demontieren..
Und prompt ist es zu dem v.g. Fressverhalten gekommen...
S.h.,der Gewindekram wanderte in die Tonne...

Und die Gleichung,ne 12.9 Schraube in ST 35 zu verwenden,sehe ich nicht ganz so abwegig,denn vorausgesetzt,das das im Baustahl geschnittene Gewinde ne hinreichende Länge besitzt,so das die erforderliche Kraftsummierungen zum strukturellen Versagen der Gewindeflanken die erforderlich Zugleistung zum Versagen des Bolzens übersteigt,sehe ich diese Kombination als durchaus sinnhaftig an.
Ok,die Praxis zeigt regelmässig,das nicht einmal die Mindestanforderung(Materialstärke mind. Gewindedurchmesser) erreicht wird.. Schubidu . . . Schubidu . . .

Und ganz davon abgesehen,das was der TÜV so von sich gibt,ist regelmässig eh nicht der Brüller..
Eher schon geeignet,um im Quatsch-Comedy-Club nachgestellt zu werden...

Schöne Grüße

  Martin
SamHotte
Global Moderator
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Beiträge: 4789

Vollgaspöler - Klimaschutz durch "global dimming"


« Antworten #5 am: Juli 24, 2011, 11:39 Uhr »

Mahlzeit!

Zitat von: Martin Klaus
Hatte mir mal nen Federspanner komplett aus VA angefertigt..
Gewindestangen M16 mit dazu gehöriger Mutter...
Also waren die Muttern ebenfalls aus VA und nicht, wie in Kurts Fall, aus "schwarzem" Material?

Zitat von: Martin Klaus
Und die Gleichung,ne 12.9 Schraube in ST 35 zu verwenden...
...wird in der Praxis so ausgehen, dass Du das mögliche Anzugsmoment der Schraube gar nicht nutzen kannst, weil Du vorher das Mutterngewide herauspellst und/oder sich die Auflagefläche des Schraubenkopfes am Werkstück verformt, weil die Flächenpressung für den Werkstoff zu groß wird. Zum Aufbringen einer großen Klemmkraft ist hier die Anpassung des Gewindedurchmessers bei Verwendung "einfacher" Schrauben das Mittel der Wahl.

Schöne Grüße
Sam
Martin Klaus
Pöler
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Wer Visionen hat,soll zum Arzt gehen.(H.Schm.)


« Antworten #6 am: Juli 24, 2011, 11:43 Uhr »

Hi Sam Wink Wink

Genau so war die Situation.s.h.,alle Bauteile waren aus VA.. Schubidu . . . Schubidu . . . Schubidu . . .

Und bezüglich der erforderliche Vorspannung und den daraus resultierenden Pressungsmomente gebe ich dir natürlich Recht.


Schöne Grüße

  Martin
Arlo Guthry
Pöler
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« Antworten #7 am: Juli 26, 2011, 01:41 Uhr »

Moin,

schon klar, dass mit der geringeren Streckgrenze (die Betrachtung der Zugfestigkeit ist bei Schrauben eh nicht so der Bringer)

Hier gehts aber schon (wieder) um zwei voneinander unabhängig zu betrachtende Baustellen!  Laughing

1. die eingeklebten Deckelschrauben im Getriebe: 8.8er mit SW10 und M8 Gewinde, 25mm lang

Die große Einschraubtiefe in Verbindung mit der Klebesicherung hat mir da wohl einen Streich gespielt?
Der angepresste Flansch am Schraubenkopf dient der Minderung der Flächenpressung (rein rechnerisch ca.90N/mm² bei 16kN Vorspannkraft).
Wurden gnadenlos von mir ersetzt durch A2-70. Anzugmoment 15Nm. (Statt 25Nm bei den 8.8ern)
Ist jetzt aber auch eine Papierdichtung drunter. Plus Dichtungsklebstoff.

Wurde nicht beanstandet!!!

2. die als Durchsteckmontage verbauten Schrauben an den Lagerungen des hinteren Stabilisators

es handelt sich dabei um zwei Blechbügel in denen  jeweils ein weiches (!) Gummielement mit einem weiteren am Rahmen angeschweißten Blech verbunden werden. Insgesamt 8 M8 Schrauben halten die Teile zusammen.

Falls hier die Vorspannkraft durch die A2-70 Schrauben nicht gereicht hätte, wäre dieser Bügel mit Sicherheit verschoben worden und hätte die Schrauben abgeschert! Ist aber in all den Jahren nicht passiert. Ergo ist für mich diese Verbindung ok!

Dank meiner Pingeligkeit fielen der Dame aber leider die blanken Schraubenköpfe ins Auge (vorn, oder sonstwo am Land Rover, hatte sie es schließlich bis dahin nicht bemerkt)

Und denn war da noch die Sache mit dem geänderten Aufbau: ich wollte ganz gern die kürzere Gesamtlänge eingetragen haben. (<5,00m)

Wurde von ihr dokumentiert.  Up

Aber auch hier der Hinweis: wenn in zwei Jahren da (die waren auch noch sehr blank, sind ja auch erst seit 15 Monaten verbaut) immer noch die A2-70 zu sehen sind, ziehe ich den Wagen aus dem Verkehr!  Shocked

Also um es deutlich werden zu lassen: es handelt sich m.A. nach nicht um hoch beanspruchte Schraubenverbindungen!

Kann es wirklich sein, dass mir so eine interne Dienstvorschrift -falls sich die Dame darauf bezog, stammt diese wahrscheinlich auch noch aus der Feder meines Exkommilitonen  Shocked - in Zukunft für jede HU einen Haufen Mehrarbeit einbringen kann?  Shocked Shocked Shocked

Btw, ihr Kollege sah das gleiche Auto bislang völlig entspannt, hatte nie etwas gesagt. Sind beide anerkannte Sachverständige für das Kraftfahrzeugwesen.

Aufmischen will ich da nix!

Geht mir nur um griffige Argumente.

Also son Wort zum Sonntag von Aumag vielleicht...  Schubidu . . .

schon mal vielen Dank für die erbrachte Aufmerksamkeit  Up

martensithische Grüße
Kurt





Arlo Guthry
Pöler
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Beiträge: 562


« Antworten #8 am: Juli 28, 2011, 00:12 Uhr »

Moin,

nur wg. der Zugriffe:

als ich hier noch recht neu war, postete ich mal etwas über eine kurzweilige, pulsierend áuftredende Leckkage, die sich aber danach nicht wieder einstellen wollte.

Ich finde den Fred nicht.  Schubidu . . .

Ist aber auch egal.  Wink

Jedenfalls die eingangs erstmals genannte Leckstelle am Kühlwasserschlauch, verursachte genau die gleichen Pieselsymptome!

Gefühlt pulsierendes Tröpfeln.

Also, wenn ich so etwas noch einmal sehe oder lese tippe ich dann immer auf: Kühlwasserverlust nach Autobahnfahrt ohne Nachabkühlzeit!!!

Bin halt einfach gestrickt.

aber völlig verpölt,
daher grüße ich
Kurt

waldi
Pöler
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Beiträge: 738


« Antworten #9 am: Juli 28, 2011, 15:01 Uhr »

Servus Kurt,

das kann ich nur bestätigen. Ich weiß von vielen, nee - einigen  Motorradfahrern, dass sie Stress wegen der geringeren Festigkeiten mit VA-Schrauben beim TÜV haben. 6.4er Schrauben werden wohl nicht mehr verbaut. Ich habe schon lange keine mehr an einem Fahrzeug gefunden. Und mit der gleichen Größe VA erreichst Du einfach nicht die selbe Festigkeit wie in 8.8.
Dagegen arumentieren könntest Du eigentlich nur, wenn Du immer eine Nummer größer bauen würdest. Also 8er Schruben nehmen, wo vorher 6er verbaut waren. Aber das geht ja fast nie.
Deshalb würde ich mit diesem Wissen die Spraydose mit Mattschwarz auspacken und eben Schwarztarnung auftragen.

Zum Thema Reibwerte bei Metallpaarungen. Ich habe natürlich keine Zahlen, halte diesen Punkt aber nicht unbedingt für so relevant. Zumindest nicht bei Deiner und auch meiner Arbeitsweise.
Diese Reibwerte beziehen sich auf die trockene Paarung. Ich behaupte, dass Du die geforderte Flächenpressung der Verschraubung nahezu erreichst, weil Du die schmierst, was die Reibwerte erheblich herabsetzt.

Die Argumentation, dass sie angenommene Maximalbelastung in der Praxis bisher nicht erreicht wurde, sticht nicht, denn dieser Fall könnte ja immer noch eintreten.
In solchen Fällen erübrigt sich jegliche Diskussion. Das ist zwar praxisfern, aber nicht zu ändern.

Viele Grüße

Waldi
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